Megapixel beleuchtet

23. November 2009
Torsten Kieslich Von Torsten Kieslich, Bildbearbeitung ...

Mittlerweile flaut der Wahn, immer mehr Pixel auf die Sensoren von Digitalkameras zu packen, zwar langsam ab, doch so ganz ist er aus den Köpfen noch nicht verschwunden. Dabei ist die Pixelzahl längst nicht entscheidend für die Bildqualität – im Gegenteil, zuviel Pixel können die Qualität auch deutlich verschlechtern.

Wenn Sie die Größe der Sensoren vergleichen und dazu nachsehen, wie viel Pixel darauf untergebracht werden, ergeben sich bei unterschiedlichen Sensortypen heftige Unterschiede, die auch erklären, wieso einige Kameras schnell überfordert sind, wenn es darum geht, saubere Fotos abzuliefern. Selbst, wenn man die Signalverarbeitung in der Kamera außen vor lässt, sagt das Verhältnis Sensorgröße/Pixelzahl einiges über die zu erwartende Bildqualität aus.

Wenn Sie eine Bridgekamera wie die Sony DSC-H9 mit einer Consumer-DSLR wie der Canon D500 vergleichen, ergeben sich interessante Werte:

Die Canon 500 D hat einen APS-C-Chip mit einer Fläche von 419,17 Quadratmillimetern, bei der Sony sind es gerade einmal 21,6 Quadratmillimeter. Hier wird schon sichtbar, dass auf den kleineren Sensor natürlich auch nur wenig Licht auftrifft. So wird die Nutzung höherer ISO-Zahlen notwendig, um in nicht optimalen Situationen fotografieren zu können. Allein dadurch wird das Rauschen deutlich gesteigert.

Interessant ist aber auch die Frage, wie viel Pixel auf einem solchen Sensor untergebracht werden, denn je mehr Pixel sich auf einer Fläche versammeln, desto kleiner fallen die einzelnen Pixel aus und um so höher ist das Rauschen, dass diese dicht an dicht gepackten Pixel produzieren.

Die Canon 500D nutzt 35.914,63 Pixel pro Quadratmillimeter, die Sony schon irrwitzige 374.212,96 Pixel.

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn Sie dazu einen Vollformat-Sensor, wie er etwa in der Nikon D700 zu finden ist, in den Vergleich aufnehmen. Hier haben Sie eine Sensorfläche von satten 864 Quadratmillimetern. Die 12,1 Megapixel der Kamera verteilen sich relativ großzügig über die Fläche: gerade einmal 13.950,22 Pixel liegen hier auf einem Quadratmillimeter.

In der Folge kann mehr Licht auf jedes Pixel treffen, die Pixel selbst fallen relativ groß aus und erzeugen nur wenig Rauschen.

Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass die Neigung zum Rauschen um so kleiner wird, je größer der Sensor ist und je weniger Pixel sich auf diesem Sensor befinden. (tok)

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