Optischer Sucher oder elektronischer – was ist besser?

11. Oktober 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Spiegellose Systemkameras bieten keinen optischen Sucher mehr, sogar bei den klassischen DSLRs hat sich Sony mit dem SLT-Konzept vom der altbekannten Sucherbild verabschiedet. Stattdessen wird das Sucherbild auf dem rückwärtigen Display angezeigt oder wahlweise in einem elektronischen Sucher (EVF) ähnlich einer Videokamera. Doch kann EVF einen optischen Sucher wirklich ersetzen, oder ist er ihm gar überlegen?

Der elektronische Sucher (electronic viewfinder, EVF) erzeugt das Sucherbild ähnlich wie das rückwärtige Kameradisplay, indem er das vom Aufnahmesensor erzeugte Bildsignal auf einem kleinen Flachbildschirm im Sucherschacht ausgibt. Direkt daraus resultieren bereits seine Vor- und Nachteile: der EVF zeigt nicht einfach nur einen Ausschnitt aus der Realität an, sondern bereits die fotografische Umsetzung durch die Kamera. Jede Einstellungsänderung, etwa für Belichtung, Kontrast, Farben etc. werden vom EVF direkt wiedergegeben. Das ist zunächst ein großer Vorteil, denn im EVF werden so mögliche Einstellungsfehler sofort erkennbar, ein optischer Sucher kann sie nicht anzeigen.

Als Nachteil eines elektronischen Suchers wird dagegen gerne ins Feld geführt, dass seine Auflösung sehr begrenzt ist, Bilddetails also vorab nicht geprüft werden können. Mit rund 1 Million Bildpunkten (und noch mehr bei Sonys jüngsten SLT-Kameras) lösen EVFs heute allerdings bereits so hoch auf, dass das Sucherbild keineswegs pixelig wirkt. Hinzu kommt: Nur ein EVF bietet eine Sucherlupe, ein frei wählbarer Bildausschnitt lässt sich (bei Bedarf sogar stark) vergrößert anzeigen, Details und Schärfe können so perfekt geprüft werden. Ein weiterer Vorteil des EVFs: Bei schwachem Licht verstärkt er das Signal, zeigt das Motiv also heller an, als es in Wirklichkeit ist.
Gerade diese elektronische Aufbereitung des Suchersignals führen Verfechter des klassischen optischen Suchers aber gerne als Nachteil des EVFs an. Ihr Argument: Durch die „verfälschte“ Darstellung des Motivs, geht dessen Unmittelbarkeit verloren. Unbestrittene Nachteile hat ein EVF zudem bei schnellen Bewegungen, sei es der Kamera oder des Motivs: Hierbei entstehen oft Schlieren im Sucherbild, insbesondere bei schwachem Licht. Bei sehr heller Umgebung ist ein EVF dem optischen Sucher ebenfalls unterlegen, jetzt zeigt er das Sucherbild nämlich deutlich dunkler an.

Ob ein EVF dem optischen Sucher überlegen ist, muss letztendlich jeder Fotograf für sich ganz persönlich entscheiden. In der Summe seiner Eigenschaften ist er dem klassischen Sucher ohne Zweifel ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen. (mv)

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