Porträtfotografie: Ganzkörperporträts

20. August 2012

Bei der klassischen Porträtfotografie müssen Sie motivbedingt dem Modell teilweise sehr nahe kommen, wenn Sie nicht gerade sehr lange Brennweiten verwenden wollen. Damit einher geht meist, dass das Modell Ihre Gegenwart spürt und einen Teil seiner vielleicht vorhandenen Unbefangenheit verliert. Das Ganzkörperporträt gibt Ihnen die Möglichkeit, einen Menschen aus einer gewissen Distanz heraus mit der Kamera zu beobachten und einzufangen.

Wenn Sie beginnen, Ganzkörper zu porträtieren, dann sollten Sie mit dem ungezwungenen Motiv beginnen. Beobachten Sie Ihr Modell mit der Kamera und versuchen Sie, es „aus dem Leben“ zu greifen. Das Modell sollte wissen, dass es fotografiert wird, aber nicht extra für die Kamera posen. Die gestellte Fotografie bedarf einer gewissen Erfahrung des Modells und des Fotografen in Haltung, Mimik und Gestik, um nicht gestellt und gekünstelt zu wirken.

Ein posendes Modell in einer belebten Stadt wird fast zwangsläufig dazu führen, dass Sie gefragt werden, für welches Magazin Sie arbeiten, insbesondere wenn das Modell sehr attraktiv ist.

Das Licht

Bei Fotos im Freien kommt es auf das Licht und die Tageszeit an. Die Mittagszeit eignet sich nur dann zum Fotografieren, wenn der Himmel bewölkt und das Licht dadurch weich und gleichmäßig ist. Die Abendstunden sind sehr gut geeignet, die Sonne sollte noch hoch genug stehen, aber zumeist sind öffentliche Orte dann auch belebter. Wenn Sie schönes Licht und Ruhe haben wollen, dann gilt auch in der Fotografie: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Im Juni oder Juli ist 5 Uhr morgens eine wunderbare Zeit für Fotos. Viele Bilder, die Sie in Hochglanzmagazinen sehen, sind aus den genannten Gründen in den frühen Morgenstunden entstanden: Gutes Licht und wenig Störungen.

Ein Ganzkörperporträt können Sie sowohl im Freien als auch im Studio fotografieren, mit Available Light oder mit Kunstlicht. Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Die Location

Für den Anfang sollten Sie sich ein Modell suchen, das mit Ihnen vertraut ist. Das kann der Partner, ein Bruder, eine Schwester oder eine gute Freundin sein. Eine Person, von der Sie wissen, dass sie sich vor der Kamera unbefangen bewegen kann und nicht ständig sichtbar zeigt, dass sie sich beobachtet fühlt. Geeignete Locations sind Strände, Seeufer, Parks, aber auch Orte in Innenstädten, die nicht so sehr belebt sind. Hier kommen wir schon an einen wichtigen Punkt: Suchen Sie sich für den Anfang Örtlichkeiten mit wenig Publikumsverkehr. Erstens laufen Ihnen dann nicht ständig Menschen ins Bild und zweitens können Sie sich so als Fotograf daran gewöhnen, dass Sie selbst beobachtet werden.

Für den Anfang sollten Sie dabei Motive mit viel Kontrast vermeiden. Arbeiten Sie daher möglichst immer mit der Sonne im Rücken oder zumindest von der Seite. Nutzen Sie auch die Gegenlichtblende, um unschöne Blendenflecken im Bild zu vermeiden.

Der graue, bewölkte Himmel bietet selten einen schönen Hintergrund, es sei denn, es gibt deutliche helle und dunkle Wolkenstrukturen. Bedenken Sie aber, dass dunkle Wolken dem Bild auch fast immer eine dunkle, eher traurige, manch- mal bedrohliche Stimmung geben. Wenn Sie den Himmel ins Bild integrieren und die Wolkenstrukturen schön durchzeichnet sein sollen, ist ein Grauverlaufsfilter ein gutes Hilfsmittel. Er reduziert die Helligkeit im oberen Bildbereich und hat im unteren Bereich keine Filterwirkung, der Übergang ist dabei fließend.

Geeignete Hintergründe sind Bäume oder der Wald, Holz- oder Steinwände und auch Betonmauern. Auch ein schönes Graffiti kann gelungen in das Bild integriert werden. In der Natur sind Sie daher, bezogen auf den Hintergrund, farblich eingeschränkter als in einer Stadt mit gemischter Architektur.

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