Volle Kontrolle im halbautomatischen Modus

19. August 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Viele Kameras bieten neben der Möglichkeit zur vollautomatischen Steuerung auch diverse Halbautomatiken. So mancher Fotograf wird sich da fragen, wozu das eigentlich gut ist – schließlich liefern die Motivprogramme doch meist perfekte Ergebnisse, ohne dass man sich um die richtige Kameraeinstellung kümmern muss.

Bietet Ihre Kamera die Möglichkeit, die Betriebsarten P, A (Av) oder S (Tv) zu wählen? Dann werden Sie sich vielleicht fragen, wozu das eigentlich gut ist – schließlich gibt es ja auch noch die Vollautomatik und diverse Motivprogramme.

Die Modi P, A (Av) und S (Tv) werden als Halbautomatiken bezeichnet. Sie steuern lediglich die Belichtung automatisch, alle anderen Werte geben Sie von Hand vor. Motivprogramme und noch weniger die Vollautomatik erlauben es meist nicht, Paramater wie Weißabgleich, ISO-Zahl, Rauschminderung etc. zu beeinflussen. So erhalten Sie zwar meist ohne langes Nachdenken ordentliche Bildergebnisse, diese Aufnahmen eignen sich aber nicht so sehr zur Nachbearbeitung am PC, etwa mit Lightroom oder Photoshop Elements.

Wenn Sie also für Ihre Aufnahmen die meisten Parameter fest vorgeben möchten, können Sie mit P, A (Av) oder S (Tv) Ihrer Kamera nur die Belichtungssteuerung überlassen. Das ist durchaus sinnvoll, da sich die Belichtung meist von Bild zu Bild ändert. Diese Möglichkeiten haben Sie:

  • A oder Av bedeutet Zeitautomatik – Sie wählen eine Blende vor, Ihre Kamera steuert die dazu passende Verschlusszeit. Dieser Modus eignet sich besonders, wenn Sie die Tiefenschärfe Ihrer Aufnahmen genau steuern wollen. Wählen Sie zum Beispiel für Portraitfotos eine große Blende (kleine Blendenzahl), für Landschaftsaufnahmen hingegen eine kleine.
  • Mit S oder Tv geben Sie eine Verschlusszeit vor, die Kamera wählt dazu die passende Blende. Diesen Modus benötigt man selten, am ehesten noch für Actionfotos, bei denen die Verschlusszeit bewusst kurz gehalten werden soll, um Bewegungen einzufrieren. Geben Sie zum Beispiel 1/500s vor. Eine besondere Bedeutung erhält der Modus S (Tv) allerdings bei Verwendung eines Blitzlichts: Geben Sie zum Beispiel 1/30s vor, um die Kamera zur Langzeitsynchronisation zu zwingen und so das Umgebungslicht mit in die Belichtung einzubeziehen.
  • P steht für Programmautomatik. Sie kombiniert die Modi A (Av) und S (Tv), meist derart, dass eine bestimmte Verschlusszeit nicht unterschritten wird. Manche Fotografen bezeichnen P daher auch als Panikmodus, mit dieser Einstellung verhindern Sie recht zuverlässig fehlbelichtete und verwackelte Aufnahmen. Zur gezielten Bildgestaltung lässt sich P nur einsetzen, wenn die Kamera auch eine Programmshift-Funktion bietet. Dann können Sie mit dem Drehrad die vorgegebene Zeit-/Blendenkombination ändern, etwa weiter abblenden. (mv)

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