Was Sie über das DNG-Format wissen sollten

02. August 2011
Martin Vieten Von Martin Vieten, News & Trends, Bildbearbeitung, Photoshop Tutorials, Photoshop Elements, Digital Fotografieren, Multimedia ...

Praktisch jede Digitalkamera, die RAW-Dateien aufzeichnen kann, verwendet dazu ein eigenes Dateiformat. Dabei gibt es von Adobe bereits seit Jahren mit dem DNG-Format ein universelles RAW-Format. So verwundert es nicht, dass Adobe Photoshop, Photoshop Elements oder Lightroom beim Import von RAW-Dateien gleich anbieten, diese ins DNG-Format zu konvertieren. Ist das eine gute Idee, oder sollten Sie besser die Original-RAW-Dateien aus Ihrer Kamera archivieren?

Adobe selbst bezeichnet das DNG-Format als „Digitales Negativ“. Doch das sind die RAW-Dateien aus Ihrer Kamera natürlich auch. Worin liegen also die Vorteile des DNG-Formats?

  • DNG-Dateien sind verlustfrei komprimiert und benötigen so weniger Speicherplatz als unkomprimierte RAW-Dateien. Die Komprimierung lässt sich aber auch abschalten.
  • DNG-Dateien betten alle Ihre Arbeitsschritte bei der Bearbeitung in Photoshop, Photoshop Elements oder Lightroom ein. Sie können Ihre Bearbeitung also jederzeit wieder zurücknehmen und die Aufnahme auf Ihren Originalzustand zurücksetzen. Das funktioniert bei proprietären RAW-Dateien zwar auch, hier wird bei der Bearbeitung aber eine zweite Protokolldatei erzeugt. Geht diese verloren (etwa beim Kopieren), sind auch alle Bearbeitungsschritte perdu.
  • Da DNG von Photoshop unterstützt wird, gilt es als besonders zukunftssicher. Bei proprietären RAW-Dateien besteht hingegen die Gefahr, dass es zukünftig einmal keinen Konverter mehr geben wird, der die Daten noch verarbeiten kann (etwa, wenn der Kamera-Hersteller vom Markt verschwindet).
  • DNG wird von vielen weiteren Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt, etwa von ACDSee Pro, PhotoLine und sogar von Windows 7.

Obwohl die Vorteile für das DNG-Format auf den ersten Blick bestechend sind, verweigern sich ihm viele Kamerahersteller. Derzeit bieten vor allem Leica, Hasselblad und Pentax die Möglichkeit, RAW-Dateien gleich in der Kamera im DNG-Format zu speichern. Daraus ergibt sich ein gravierender Nachteil: Der mit Ihrer Kamera ausgelieferte RAW-Konverter kann in der Regel mit DNG-Dateien nichts anfangen. Wenn Sie Ihre RAW-Dateien wahlweise auch mit dem herstellereignen Konverter entwickeln möchten, ist das DNG-Format nicht geeignet. Setzen Sie jedoch Photoshop, Photoshop Elements oder Lightroom ein, sollten Sie Ihre RAW-Dateien gleich beim Import ins DNG-Format konvertieren. (mv)

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