Auch Ihre Kunden rechnen ganz genau

26. November 2010
Martin Althaus Von Martin Althaus, Excel, Office ...

Wer Kunden gewinnen möchte, braucht plausible Zahlen

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich habe am Wochenende eine Werbepostkarte erhalten. Verwirrt habe ich mir die Augen gerieben. Da wirbt ein großer Software-Hersteller damit, dass ich bis zum 30. November seine Produkte versandkostenfrei bestellen könne.

Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Viele Hersteller in der Computerbranche kurbeln mit solchen Aktionen ihre Verkäufe an. Das ist vor allem sinnvoll, wenn die die Versandkosten sehr hoch sind oder die Produkte nicht sehr teuer. In beiden Fällen ist der Versandkostenanteil an den Gesamtkosten hoch.

Wer bei Dell einen Computer für 480 Euro kauft und 30 Euro Versandkosten sparen kann, der mag zuschlagen. Wer sich bei Amazon einen USB-Adapter für 19 Euro kauft und dabei 3 Euro Versandkosten spart, der auch. In beiden Fällen bietet der Versandkostennachlass einen attraktiven Rabatt.

Die Werbepostkarte, die ich erhalten habe, stammt aber von Adobe. Adobe macht großartige, aber sehr teure Programme. Im Rahmen der beworbenen Aktion kann derjenige Versandkosten sparen, der eine Upgrade- oder Vollversion des Programmpakets "Creative Suite 5" kauft. Dieses Paket kostet als Windows-Vollversion in der günstigsten Edition (Web Premium) im Adobe Store stolze 2.378,81 Euro, die teuerste Variante (Master Collection) liegt sogar bei 3.687,81 Euro.

Auch dann könnte der Wegfall der Versandkosten einen interessanten Rabatt bieten, wenn diese Kosten normalerweise sehr hoch lägen, Liegen Sie aber nicht. 8 Euro betragen die Standardgebühren beim Versand von Bestellungen aus dem Adobe Store. Viel sparen kann man da nicht. Mit Excel ist es schnell errechnet:

=8/2378,81

Das Ergebnis sind ernüchternde 0,00336303. Beim Kauf der günstigsten Vollversion sparen Kunden durch Adobes Rabattaktion 0,3 Prozent des Kaufpreises. Es sind sogar nur 0,2 Prozent bei der teuersten Edition. Und selbst diese Ersparnis ist an einige Bedingungen im Kleingedruckten geknüpft. Sie gilt nicht wenn dieses, nur falls jenes, aber nicht zusammen mit diesem usw. Ich glaube, die meisten Kunden fühlen sich bei einem solchen Angebot verschaukelt.

Im Kleingedruckten steht aber noch etwas anderes: "Irrtümer vorbehalten". Das ist das erste, was mir an Adobes Angebot plausibel vorkommt. Es kann sich nur um einen Irrtum handeln.

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Martin Althaus, Chefredakteur von Excel Daily

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