Haben Sie schon einmal von Miet-Software gehört?

09. August 2008
Martin Althaus Von Martin Althaus, Excel, Office ...

Software gegen Gebühr zu nutzen, soll das Konzept der Zukunft sein

Liebe Leserin, lieber Leser,

bei vielen Autoherstellern werden über 60 Prozent aller ausgelieferten Neufahrzeuge per Leasing finanziert. Vor allem für Unternehmen hat der Mietkauf Vorteile – zumindest ist der Leasing-Boom ungebremst.

Software-Hersteller setzen das Prinzip auch für Programme um. Statt eine Software zu kaufen, mietet man das Nutzungsrecht. So wird anstelle einer einmaligen Zahlung des Kaufpreises (und unter Umständen zusätzlicher periodischer Zahlungen für den Support) die regelmäßige Zahlung einer Mietgebühr fällig.

Profitieren sollen davon beide Seiten. Beim Unternehmenskunden fällt anstelle des Kaufpreises (hohe Liquiditätsbelastung) und einer anschließenden Abschreibung eine regelmäßige Zahlung an. Das schont die Liquidität und bringt die tatsächlichen Kosten mit der Bilanz in Einklang.

Die Software-Hersteller hoffen ebenfalls auf regelmäßigere Zahlungsflüsse. So können Umsatzspitzen nach dem Einführen neuer Versionen verhindert werden. Das soll dem Börsenkurs gut tun.

Ganz konkret funktioniert das Mieten bei einigen Microsoft-Produkten schon, z.B. "Exchange" und "SharePoint". Hier erhalten Unternehmen für eine Mietgebühr von 3 Dollar pro Mitarbeiter Zugriff auf Mail, InstantMessaging und Teamarbeit. Der Clou: die Software läuft direkt auf Microsoft-eigenen Servern. Die Unternehmenskunden sparen also Kosten für IT-Infrastruktur ein, weil keine eigenen Server für diese Dienste benötigt werden.

Bisher steht das Angebot nur US-Unternehmen offen, ab 2009 soll es in Europa ausgebaut werden. Viele Fachleute halten dieses Verfahren für den Megatrend in der Softwarebranche.

Mit Miet-Software inklusive Service und Hosting gliedern Unternehmen IT-Infrastruktur, Support-Personal und Wartung zu einem Software-Hersteller aus, der die Dienstleistung im Regelfall zusammen mit einigen Partnerunternehmen zur Verfügung stellt.

Aber ich frage ganz ketzerisch: Hatten wird das nicht alles schon einmal? Ein bisschen anders zwar, aber durchaus vergleichbar: Vor dem Siegszug der PC gab es in allen Unternehmen nur zentrale Großcomputer mit dezentralen Eingabe- und Erfassungsgeräten. Durch die PCs wurde die Intelligenz an jeden Arbeitsplatz geholt.

Und nun wieder Kommando zurück? Jetzt wird wieder zentralisiert, nur weiter weg?

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr

Martin Althaus, Chefredakteur von Excel Daily

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