Kann Excel bald ausgespäht werden?

13. November 2008
Martin Althaus Von Martin Althaus, Excel, Office ...

Online-Durchsuchungen sind jetzt erlaubt

Liebe Leserin, lieber Leser,

gestern hat der deutsche Bundestag das umstrittene BKA-Gesetz verabschiedet. Die Behörde aus Wiesbaden erhält damit umfangreiche Möglichkeiten zur präventiven Bekämpfung von Terrorismus.

Besonders brisant ist für die Kritiker die Tatsache, dass den Staatspolizisten mit dem Gesetz auch die Möglichkeiten für Online-Durchsuchungen an die Hand gegeben werden.

Aus Sicherheitsgründen sind technische Details der geplanten Online-Durchsuchungen bisher kaum bekannt. Ich persönlich kann mir aber nicht vorstellen, dass Online-Durchsuchungen bei technisch versierten Terroristen und Kriminellen zum Erfolg führen.

Tatsächlich müssen die Ermittler eine Software auf dem zu durchsuchenden Rechner installieren. Dazu könnten sie die Abhörschnittstellen nutzen, die bei allen Internet-Anbietern installiert sein müssen. Während eines Internet-Zugriffs wäre es auf diesem Weg möglich, den Bundestrojaner auf den entsprechenden PC einzuschleusen.

Nur: auf gut gesicherten Systemen bleibt ein solches Programm nicht unentdeckt. Zwar wird der Einschleusvorgang selbst von Virenscannern und Firewalls nicht bemerkt (Man-in-the-middle-Angriff), Sicherheits-Software auf dem PC selbst kann das Programm aber entdecken. Schließlich setzt auch ein Trojaner Ressourcen ein, verbraucht Speicher, nutzt Prozessorzeit.

Das können Task-Monitore erkennen und werden es auch dem Anwender melden. Ich als Anwender würde solche neuen Prozesse, die ich nicht kenne und nicht installiert habe, auch sofort abbrechen.

Einziger Ausweg für einen Bundestrojaner, unentdeckt zu bleiben, wären umfangreiche Kooperationen mit den Betriebssystem-Anbietern oder den Herstellern von Sicherheits-Software.

Wenn ein Bundestrojaner sich mit Windows-Genehmigung so im System verstecken könnte, dass er wirklich nicht auffindbar ist, dann wäre der Weg frei für Online-Durchsuchungen auch von gut geschützten Systemen.

Allerdings würde das immense Sicherheitsrisiken nach sich ziehen. Würden Details dieser Schnittstelle bekannt, könnten auch Durchsuchungs- und Zerstörungsprogramme in den Händen von Kriminellen, Terroristen oder Wirtschaftsspionen sich verstecken, Daten und Systeme ausspähen und gewaltigen Schaden anrichten.

So würde das BKA-Gesetz zum Bumerang, meint zumindest

Ihr

Martin Althaus, Chefredakteur von Excel Daily

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