Zensiert Microsoft seine Anwender?

12. Mai 2010
Martin Althaus Von Martin Althaus, Excel, Office ...

Wie Suchmaschinen Anwender gezielt lenken

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Internet als Motor der Informationsfreiheit wird allenthalben beschworen. Tatsächlich gibt es kaum einfachere Wege, an Informationen zu kommen. Der Schlüssel dazu sind die Suchmaschinen, die es erst erlauben, gezielt nach Informationen zu suchen.

Dabei kann es schnell passieren, dass wir Anwender von den Suchmaschinen in die eine oder die andere Richtung geführt werden. Das kann gezielt erfolgen oder als Folge der Suchalgorithmen, mit denen die Suchmaschinenhersteller ihre Ergebnisse erzeugen.

Die Folge ist aber dieselbe. Suchmaschinenhersteller können Anwender gezielt von Seiten fernhalten oder gezielt auf Seiten lenken. In der Praxis kommt das erste einer Zensur gleich und das zweite einer Werbung.

Wie unterschiedliche Suchergebnisse sich auswirken, können Sie selber am Beispiel der beiden Suchmaschinen Google und Bing ausprobieren. Google wird bekanntlich vom gleichnamigen IT-Riesen betrieben, Bing ist ein Service des Office-Herstellers Microsoft.

Rufen Sie google.de auf und geben Sie den folgenden Suchbegriff ein: "Warum ist Microsoft Office so teuer". Sie erhalten um die 115.000 Fundstellen, die sich auf den ersten Blick tatsächlich mit der gesuchten Fragestellung auseinandersetzen. Links zu Foren, Meinungsseiten und anderen.

Wiederholen Sie die gleiche Suchanfrage nun bei bing.de, dem Service vom Microsoft: "Warum ist Microsoft Office so teuer". Das Ergebnis: magere 79.000 Treffer.

Schauen Sie sich die Suchergebnisse genauer an. Die ersten Bing-Ergebnisse haben mit der gestellten Frage nichts zu tun. Da geht es um Word-Formate, um neue Office-Versionen und anderes.

Bezüge zur gestellten Frage tauchen nicht auf. Glaubt man den Bing-Ergebnissen, kommt man zu dem Schluss, eine Diskussion um die Softwarepreise von Microsoft finde im Netz nicht statt.

Wer glaubt schon an Zufälle? Anwender beider Suchmaschinen könnten schnell zu der Überzeugung gelangen, dass die kritische Auseinandersetzung mit den Office-Produktpreisen bei Microsoft nicht erwünscht ist und daher offenbar in den Suchergebnissen unterdrückt wird.

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Martin Althaus, Chefredakteur von Excel Daily

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