Microsoft Word-Nutzer: Wie Sie zu OpenOffice wechseln

06. Mai 2009

Microsoft Office ist nach wie vor das verbreiteste Office-Paket auf unserer Welt. Daher liegt es auch in der Natur der Sache, dass die meisten elektronischen Textdokument noch im Microsoft Office-Format vorliegen. Bei Ihnen wird dies wahrscheinlich auch der Fall sein. In diesem Beitrag schauen wir einmal ein wenig hinter die Kulissen und stellen Ihnen vor, was Sie grundsätzlich beim Zusammenspiel zwischen Microsoft Word und OpenOffice.org Writer beachten müssen.

Die neue OpenOffice.org- und StarOffice-Version wurde gründlich überarbeitet. Außer der neuen Funktionen wurde die Microsoft Office-Kompatibilität nochmals verbessert.

Verbesserung in der Textverarbeitung

Beim Textverarbeitungsmodul Writer wurde die Arbeit mit Tabellen sehr verbessert. Die Verwendung von verschachtelten Tabellen, wie man diese aus Microsoft Word kennt, sind nun auch in OpenOffice.org möglich. Und Aufzählungen und nummerierte Listen sind in Tabellen ebenfalls möglich.

Zusätzliches Feature ist der Importfilter für Word-Perfect-Dokumente

Hinweis: Die mehrsprachigen Module (auch deutsch) für die Rechtschreibkorrektur „DicOOo“ und Fonts „FontOOo“ können über den komfortablen Assistenten, den Sie unter Datei/Assistenten/Weitere Wörterbücher oder Schriftarten finden, installiert werden. Aber Sie können auch Plug-ins und andere Erweiterungen über den Extension Manager installieren, den Sie unter Extras/Extension Manager finden (bis Version 2.0.4 auch als Package Manager bezeichnet).

Dokumente mit dem Assistenten konvertieren

Für den Import von MS Office-Dokumenten stehen Ihnen zwei Wege zur Verfügung. Sie können dazu den Dokument-Konverter-Assistenten verwenden, den Sie über das Menü „Datei/Assistenten“ unter „Dokumenten-Konverter“ erreichen.

Hinweis: Der Assistent „Dokument-Konverter“ ist sinnvoll, wenn Sie mehr als ein Dokument konvertieren möchten.

Einzelne Dokumente importieren

Sie können aber auch einzelne Dokumente importieren, indem Sie auf die Öffnen-Funktion zurückgreifen. Dabei müssen Sie im Dialogfenster „Öffnen“ den Dateityp manuell auswählen.

Weitere Konfigurationseinstellungen für den Im- und Export von MS-Office-OLE-Objekten finden Sie im Menü „Extras/Optionen“ unter „Laden/Speichern/Microsoft Office“. Diese Einstellungen gelten, wenn kein Microsoft OLE-Server vorhanden ist. Dies ist meistens unter Linux-Umgebungen der Fall, oder wenn der OLE-Server von OpenOffice.org/StarOffice nicht verfügbar ist.

Probleme und Fehler beim Import

Beim Import von fremden Dateitypen kann es eventuell zu Problemen kommen. In diesen Fall speichern Sie im Ursprungsprogramm die Datei als ASCII-Text ab und importieren Sie es dann in OpenOffice.org.

Obwohl die Importfunktion in OpenOffice.org 2 und StarOffice 8 deutlich verbessert wurde, gibt es dennoch ein paar Elemente und Inhalte in Microsoft-Office- Dokumenten, die nicht automatisch importiert
werden können. Hierzu zählen beispielsweise die AutoFormen, OLE-Objekte,
Hyperlinks und Textmarken, Microsoft WordArt-Grafiken, animierte Zeichen und Texte, vereinzelte Kontrollfelder und Formularfunktionen, gedrehte Textfelder oder auch Verzeichnisse. Diese Elemente sollten nach einem Import immer einer manuellen Sichtung unterzogen werden.

MS Word-Briefvorlagen nach OpenOffice.org Writer

Es sei folgendes Szenario gegeben: Sie haben sich in Word mit viel Aufwand und Mühe eine Briefvorlage erstellt. Ihre Vorlage enthält beispielsweise ein Firmen-Logo (Grafik/Bild), mehrere Textrahmen für Absender-und Empfängerdaten, die Textrahmen enthalten sogar vielleicht Serienbrieffelder oder einfache Felder für Datum und Uhrzeit. Nun möchten Sie Ihre Briefvorlage verlustfrei in eine OpenOffice.org Writer-
Dokumentvorlage konvertieren. Doch wie bereits erwähnt, sollten Sie dabei ein paar Dinge beachten.

Dieser Abschnitt beschreibt gewisse Problemfälle, die bei der Konvertierung auftreten können und wie man diese umgehen kann. Erfahrungsgemäß bereiten eingefügte Grafiken/Bilder keine Probleme. Hingegen sind alle OLE-eingebetteten Grafiken als kritisch zu sehen.

Begriffserklärung OLE (Object Linking and Embedding): OLE ist ein vom Microsoft entwickeltes Objektsystem und Protokoll, das innerhalb der Microsoft Office- Produktfamilie intensiv eingesetzt wird. Es ermöglicht die Zusammenarbeit unterschiedlicher OLE-fähiger Applikationen und damit die Erstellung unterschiedlicher Verbunddokumente. Zum Beispiel kann ein Paintbrush-Bild in ein Textdokument eingebunden werden. Dabei kann das im Textdokument eingebettete Bild direkt per Doppelklick mit dem ursprünglichen Zeichenprogramm bearbeitet werden. OLE-Objekte können entweder verlinkt (Linking) oder eingebettet (Embedding) werden. Bei einer Verlinkung wird nur eine Referenz auf das eingebundene Objekt erstellt. Bei einer Einbettung wird eine Kopie des Objekts im Dokument gespeichert. Aber auch OpenOffice.org beherrscht diese Funktionalität unter Windows.

Grafiken, Cliparts und WordArt

Am häufigsten trifft man eingebettet OLE-Objekte in Form von einfachen Grafiken an, die per copy&paste aus Programmen wie „Paintbrush“ nach Microsoft Word übernommen wurden.

Aber auch in MS Word erstellte WordArts und eingefügte Microsoft Office-Cliparts fallen in den Bereich eingebetteter OLE-Objekte. Ein Beispiel zu OLE-Objekten: Ein in ein MS Word-Dokument eingebettetes Paintbrush Objekt kann aus dem Dokument heraus per Doppelklick weiter bearbeitet werden. Dabei wird das Ursprungsprogramm, mit welche die Grafik erstellt wurde (hier: Paintbrush), gestartet. Bei der Übernahme des Word-Dokumentes nach Writer stellt dies noch auf dem Ursprungssystem Windows keine Probleme dar. Nach dem Import wird die Grafik weiterhin richtig angezeigt und eine Bearbeitung ebenfalls gewährleistet. Das heißt, bei einem Doppelklick wird hier dann Paintbrush gestartet.

Auf Fremdsystemen wird entweder keine Grafik angezeigt oder diese werden als einfache Grafiken ins Dokument eingebettet. Eine Bearbeitung durch das Ursprungsprogramm ist aber in diesem Falle nicht mehr möglich. Stattdessen wird die OLE-Grafik nach einem Doppelklick über das Zeichenprogramm Draw von OpenOffice.org geöffnet. Grafiken, die aus dem MS Office Clipart-Organizer in das Dokument eingefügt wurden, werden im Writer-Dokument als einfache Grafiken dargestellt und sind damit nicht mehr änderbar.

In der älteren OpenOffice.org-Versionen von OpenOffice.org und StarOffice galten diese Problematiken ebenfalls für in MS Word-Dokumenten erstellte WordArt-Objekte. In der neuesten OpenOffice.org-Versionen scheint dieses aber behoben zu sein. Eingefügte WordArt-Objekte lassen sich auch auf Fremdsystemen in Writer mit dem „Fontwork“ editieren und weiter manipulieren. Der Fontwork im Writer entspricht im wesentlichen dem WordArt-Werkzeug aus MS Word. Ein möglicher Lösungsweg ist, die betroffenen Objekte per copy&paste aus dem Word-Dokument heraus in OpenOffice.org zu kopieren. Anschließend die Objekte in Draw in Polygon-Objekte umzuwandeln und danach in das gewünschte Writer-Dokument importieren. Für die Umwandlung in Draw sind dann eventuell noch zwei Schritte nötig.

  • Schritt 1: Markieren Sie das betroffene Objekt in Draw und rufen über das Kontextmenü die  Funktion „Aufbrechen“ auf.
  • Schritt 2: Die Funktion „Umwandeln/Polygon“ finden sie ebenfalls im
    Kontextmenü. Nach der Umwandlung können nun die Objekte von Draw nach Writer kopiert werden.

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