Grundsätzliche Möglichkeiten der Ad-hoc-Verbindungen

13. März 2013
Joachim Müller (Herausgeber) Von Joachim Müller (Herausgeber), IT Sicherheit ...

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Ad-hoc- Netzwerk zu konfigurieren: über Kabel oder über WLAN. Wenn Sie zwei Computer neueren Datums besitzen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass beide Rechner über WLAN-Schnittstellen verfügen.

Dennoch bietet die klassische Kabelverbindung doch einige Vorteile gegenüber WLAN. Es ist deutlich weniger Konfigurationsaufwand notwendig, die Verbindung ist stabiler und in der Regel auch schneller als die drahtlose Netzwerkübertragung. Wenn Sie also nur gelegentlich Daten zwischen Notebook und Computer austauschen wollen und beide Geräte nebeneinander angeordnet sind, ist es effektiver, die Rechner per Kabel zu verbinden.

Für eine Direktverbindung reicht schon ein einfaches Kabel aus, das Sie in jedem Fachgeschäft erwerben können. Verfügen beide Computer über Netzwerk- oder FireWire-Anschlüsse, haben Sie gleich zwei Möglichkeiten an der Hand, mit Kabel zu arbeiten.

Normalerweise verbindet man einen Computer über ein „normales“ Ethernet-Kabel mit einem Hub oder Router. Um nun zwei Computer direkt miteinander zu verbinden, benötigen Sie ein Kabel mit einer speziellen Beschaltung. Diese Kabel finden Sie im Fachhandel unter der Bezeichnung Crossover-Kabel. Wenn Sie anschließend die RJ 45-Buchse ihres Desktop-PCs mit dem RJ 45-Anschluss Ihres Notebooks verbinden, habe Sie die physikalische Netzverbindung bereits hergestellt.

Falls einer Ihrer Computer nicht mit einer Netzwerkkarte ausgestattet ist, können Sie die Verbindung alternativ auch über ein FireWire-Kabel herstellen. Bei FireWire handelt es sich um eine Schnittstelle mit hoher Datenübertragungsrate, die primär dazu entwickelt wurde, um große Datenmengen wie sie bei digitalen Videokameras anfallen, zu übertragen. Aber diese Schnittstelle eignet sich auch sehr gut zur schnellen Netzwerkverbindung. Bei FireWire gibt es zwei verschiedene Anschlüsse. Desktop-PCs sind meist mit den großen Sechs-Pol-Steckern ausgestattet und Notebooks mit den kleinen Vier-Pol-Steckern.

Bei der direkten Verbindung zwischen zwei Computern kommt es anfänglich oft zu Fehlermeldungen. Durch die Direktverbindung per Netzwerk- bzw. FireWire-Kabel wird Windows 7 ein Netzwerk angeboten, das nicht existiert. Das System findet kein „richtiges“ Netzwerk und gibt Hinweise über ein Netzwerk, das nicht zu identifizieren ist, aus. Wenn diese Meldung auftritt, gelangen Sie mit einem Doppelklick auf das Netzwerksymbol in der Taskleiste zum Statusfenster dieser Verbindung. Hier finden Sie alle verfügbaren Verbindungen

Durch einen Mausklick auf die Option Status anzeigen gelangen Sie in das Statusfenster für die Verbindung. Windows 7 informiert Sie dann, dass nur eine eingeschränkte oder keine Verbindung möglich sei. Das liegt daran, dass ihre zu verbindenden Computer keine richtige TCP/IP-Konfiguration haben, da kein Server den einzelnen PCs die IP-Adressen zuweist. Windows 7 reagiert glücklicherweise selbst auf diesen Umstand und vergibt nach etwa ein bis zwei Minuten automatisch IP-Adressen aus dem Adressraum 169.254.xxx.xxx. Beide Computer erhalten dabei eine Adresse mit passender Subnetzmaske, und Ihr Netzwerk ist damit aufgebaut.

Falls die Verbindung über Netzwerk- oder FireWire-Kabel nicht in Frage kommt, z. B. weil sich beide Geräte in verschiedenen Räumen befinden, ist die Wireless-LANVerbindung trotz des etwas höheren Konfigurationsaufwands die bessere Alternative. Die hier beschriebene WLAN-Verbindung über ein Ad-hoc-Netzwerk ist nur dann interessant für Sie, wenn Sie nicht ohnehin schon über einen Router wie z. B. eine Fritz!Box mit DSL-Anschluss verfügen. Obwohl bei einer Ad-hoc-Verbindung beide Geräte gleichberechtigt sind, also sowohl als Server als auch als Client fungieren, übernehmen sie dabei dennoch unterschiedliche Rollen. Auf dem ersten Computer richten Sie die Verbindung ein und bieten den Computer an. Der zweite Rechner sucht nach der neuen Verbindung und verbindet sich mit dem Netzwerk. Sobald die Verbindung aufgebaut ist, sind beide Desktops bzw. Notebooks gleichberechtigt.

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