Wählen Sie Ihren eigenen Funkkanal

28. April 2017

Das häufigste und unangenehmste Problem bei der WLANNutzung sind Verbindungsabbrüche, die scheinbar ohne erkennbaren Grund stattfinden. Ursache ist in der Regel die Überlagerung mit anderen Funknetzwerken in der Nachbarschaft. Die müssen sich dieselben Funkkanäle teilen und stören sich gegenseitig.

Die Lösung: Weichen Sie auf einen eigenen Funkkanal aus, den Sie bei jedem Router von Hand einstellen können. Die FRITZ!Box bietet dazu eine praktische Hilfsfunktion, die Ihnen unbelegte Funkkanäle anzeigt. Gehen Sie dort wie folgt vor (bei anderen Routern ist die Vorgehensweise ähnlich):

  1. Rufen Sie in Ihrem Internet-Browser die Adresse "fritz.box" auf und melden Sie sich mit Ihrem Gerätepasswort an.
  2. Klicken Sie links in der Randspalte auf "WLAN" und dann auf "Funkkanal".
  3. Daraufhin dauert es einen Moment, bevor Sie unten auf der rechten Seite eine Übersicht der in Ihrer Umgebung genutzten Funkkanäle angezeigt bekommen. In diesem Fall ist leicht zu erkennen, dass die FRITZ!Box gemeinsam mit anderen Funknetzen auf "Kanal 6" sendet. Das führt zu deutlichen Leistungsverlusten und zahlreichen Abbrüchen.
  4. Um das abzustellen, suchen Sie sich in der Übersicht einen freien oder wenig benutzten Kanal heraus, in diesem Beispiel "Kanal 12 2". Danach klicken Sie oben auf der Seite auf die Option "Funkkanal-Einstellungen anpassen".
  5. Klicken Sie im Bereich 2,4-GHz-Frequenzband auf das Feld Funkkanal und wählen Sie anschließend in der Liste per Mausklick den Eintrag "Kanal 12" aus. Klicken Sie ganz unten auf "Übernehmen", um die Änderung zu speichern. Danach dauert es ein paar Sekunden, bis der Kanalwechsel vollzogen ist und die WLAN-Verbindung zu Ihren Geräten wieder steht.
  6. Klicken Sie oberhalb der Übersichtsgrafik auf die Registerkarte "5-GHz-Band".
  7. Gehen Sie wie in den Schritten 4 und 5 beschrieben vor und stellen Sie oben auf der Seite im Bereich 5-GHz-Frequenzband einen freien Funkkanal ein. Mein Tipp: Nutzen Sie für einen unterbrechungsfreien Betrieb einen der Kanäle 36, 40, 44 oder 48. Klicken Sie erneut auf "Übernehmen", um die Änderung abzuspeichern.

Das Ergebnis wird Sie begeistern: Wo es vorher zu unerklärlichen Verbindungsabbrüchen gekommen ist, wird Ihr WLAN jetzt schnell und störungsfrei funktionieren. Mein Tipp: Bei Routern ohne Funkkanal-Analyse können Sie durch Ausprobieren der einzelnen Kanäle zu diesem Ergebnis kommen.

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