DLL-Fehler analysieren und reparieren

26. April 2012
Reiner Backer Von Reiner Backer, Windows, Hardware, Linux ...

Beseitigen Sie DLL-Fehler und ordnen Sie einem Programm die richtigen DLLs zu

DLL-Fehler analysieren

Hier finden Sie Angaben zur DLL und Programm

DLLs haben viele Vorteile: Mehrere Programme können eine gemeinsame DLL verwenden. Das spart zum einen erheblichen Speicherplatz. Zum anderen werden die ausführbaren Programme durch die Anbindung der DLL-Routinen zur Laufzeit erheblich kleiner. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Verteilung und die Ladezeit aus. Darüber hinaus tragen die DLLs auch zur Standardisierung bei. So wird beispielsweise von fast allen Programmen zur Auswahl von Dateien immer derselbe Microsoft-Standarddialog verwendet.

Der Nachteil: Durch eine immer noch nicht ausgereifte und unzureichende Versionsverwaltung können falsche oder fehlerhafte DLLs Programmabstürze verursachen oder sogar Ihr System lahmlegen.

Anwendungsspezifische DLLs sollten normalerweise im Ordner des jeweiligen Programms gespeichert sein. Das ist jedoch leider nicht immer der Fall. Denn manche Programmierer speichern ihre DLLs einfach im Windows-Systemordner. Wenn dort bereits eine DLL mit demselben Namen existiert und die Installationsroutine diesen Fall nicht abfragt, wird diese DLL einfach überschrieben. Andere Entwickler liefern bestimmte Versionen der verwendeten System-DLLs mit der Installationsroutine aus und legen diese DLLs redundant im Programmordner ab, was auch nicht Sinn der Sache ist.

Beim Laden einer Anwendung kann es dann zum Zugriff auf eine gleichnamige, jedoch nicht zur Anwendung gehörende DLL vorkommen. Denn die benötigte DLL wird zuerst immer im jeweiligen Programmordner gesucht und von dort geladen.

Ist die DLL dort nicht zu finden, wird sie in den Windows-System-Ordnern „\WINDOWS\system“ bzw. „\WINDOWS\system32“ und danach im Ordner „\WINDOWS“ gesucht und ggf. von dort aus gestartet. Wurde die DLL bereits von einem anderen Programm angefordert und befindet sich noch im Speicher, wird jedoch auf die im Speicher befindliche DLL zugegriffen. Damit ist jedoch nicht sichergestellt, dass es sich um die richtige DLL handelt. Den Zugriff auf die falsche DLL allerdings quittiert das jeweilige Programm mit einer Fehlermeldung oder stürzt komplett ab.

Um diese Probleme zu vermeiden, können Sie unter Windows jedoch jedem Programm einen Pfad zu den dazugehörenden DLLs zuordnen. Das ist praktisch, denn häufig verwenden Programme zwar dieselben DLLs, funktionieren aber nur mit unterschiedlichen Versionen dieser DLLs.

Tipp: Mit der nachfolgenden Registry-Einstellung können Sie von DLLs verschiedene Versionen auf Ihren Systemen bereitstellen, damit diese sich nicht „ins Gehege“ kommen:

  1. Suchen Sie den Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\App Paths“.
  2. Unter diesem Schlüssel finden Sie die Programmnamen, den Pfad zum jeweiligen Programm und die Pfade zu den dazugehörigen DLLs als Zeichenfolge gespeichert.

Eintrag

Beschreibung

Standard

Beinhaltet den Pfad und den Namen zum Programm.

Path

Enthält den Pfad oder, durch Semikolon getrennt, die Pfade zu den benötigten DLLs.

Hier finden Sie die zum Programm gehörenden DLLs

Tipp! Sollte der Schlüssel für das jeweilige Programm fehlen, legen Sie ihn mit dem Namen der EXE-Datei neu an: „BearbeitenNeuSchlüssel“. Geben Sie dann unter dem Eintrag (Standard) den Namen des ausführbaren Programms mit vollständiger Pfadangabe an. Erstellen Sie nun mit „Neu – Zeichenfolge“ einen neuen Eintrag „Path“ und geben Sie hier den Pfad zu den dazugehörenden DLLs an. Sie können hierbei auch mehrere Pfade, getrennt durch Semikolon, angeben.

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