Partitionstabelle mit Linux retten
Stellen Sie die Partitionstabelle Ihrer aktiven Festplatte mit Linux wieder her
Wenn die Partitionstabelle Ihrer aktiven Festplatte durch eine Systemstörung oder einen Hardware-Defekt beschädigt oder sogar gelöscht wurde, geht zunächst gar nichts mehr. Was Sie dann brauchen, ist eine startfähige CD mit einem Tool zur Rekonstruktion der Partitionstabelle.
Dafür bietet sich die Linux-Distribution Insert an. Insert ist sogar klein genug, dass Sie es auf eine Mini-CD brennen oder auf einen Stick speichern können.
Insert – Open Source – Sprache: Deutsch.
Um Insert auf eine CD zu brennen, laden Sie die ISO-Datei herunter. Wenn Sie das weit verbreitete Brennprogramm Nero einsetzen, klicken Sie auf „Rekorder – Image brennen…“. Wählen Sie die Image-Datei durch einen Doppelklick darauf aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Brennen“.
1. Die englisch- und deutschsprachige Linux-Distribution Insert enthält unter anderem Datenrettungs-Tools, Datei-Manager, Internet-Browser sowie Viren-Scanner.
Am besten laden Sie Insert sofort herunter und probieren es aus! Es sind effiziente Tools dabei, die im Fehlerfall die letzte Rettung für Ihr System sein können.
Um die Partitionstabelle wiederherzustellen, verwenden Sie das Datenrettungs-Tool gpart.
Das Gute daran: gpart unterstützt alle gängigen Dateisysteme..Dazu gehören: BeOS Dateisystem, Linux ext, Linux LVM Physical Volume, Linux Swap Partitionen, Minix FS, OS/2 HPFS, QNX 4.x Dateisystem, Reiser FS, SGI XFS, Solaris, Windows FAT und NTFS.
So stellen Sie mit gpart Ihre Partitionstabelle wieder her:
1. Starten Sie Ihr System über die bootfähige CD und drücken Sie bei der Anzeige des Start-Bildschirms die Taste <Return>.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Menüpunkt „Terminal Session – Aterm Superuser“.
3. Um sich eine Liste aller Partitionen mit den Device-Namen auf Ihren Festplatten bzw. Partitionen anzeigen zu lassen, geben Sie den folgenden Befehl ein: fdisk -l <Return>.
4. Scannen Sie die Festplatte mit der defekten Partitionstabelle mit dem folgenden Befehl: gpart /dev/<Device-Name der Festplatte>. Wenn beispielsweise die Partitionstabelle auf „hdc“ defekt ist, geben Sie also gpart /dev/hdc <Return> ein.
5. Nachdem das Scannen der Festplatte mit der Meldung „Ok“ erfolgreich abgeschlossen ist, können Sie mit dem nachfolgenden Befehl die Partitionstabelle auf die Festplatte schreiben: gpart -W /dev/hdc /dev/hdc <Return>. Statt „/dev/hdc“ ist der korrekte Device-Name anzugeben.
6. Nach dem Zurückschreiben der Partitionstabelle klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop und wählen aus dem Kontextmenü den Menüpunkt „Start/Stop – Neustart des Systems“. Überprüfen Sie, ob Sie nun wieder auf die Festplatte zugreifen können.
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