Fehler mit Hardware-Hintergrund: „Der Anzeigentreiber wurde nach einem Fehler wiederhergestellt“

15. Mai 2013
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Manche Fehler im Windows-Betrieb wirken wie eine typische Software-Panne. Und doch lassen sich manche dieser Fehler nur durch Einstellungen an Hardware-Komponenten beheben. Ein Beispiel hierfür ist dieser typische, vermeintliche Fehler des „Anzeigentreibers“.

In der Redaktionssprechstunde für Leser des PC-Pannenhelfers fallen manche PC-Pannen besonders auf. Sei es, dass sie besonders oft vorkommen, oder sei es, dass die Panne einen besonders auffälligen Fehler produziert. Das ist der Fall, wenn der Bildschirm kurz dunkel wird und Windows 7 nach einigen Sekunden scheinbar beruhigend mit der Fehlermeldung aufwartet „Der Anzeigentreiber wurde nach einem Fehler wiederhergestellt“. Gut ist, dass dieser Fehler zunächst einen weiteren Betrieb ermöglicht und meist keine Daten verloren gehen. Schlecht ist, dass dieser Fehler sich ausweiten kann bis hin zu totalen Windows-Hängern bis hin zum Bluescreen. Da es eine unüberschaubar Vielzahl von Kombinationen aus PC-Hardware, Grafikkarte und zuzurechnender Software gibt, ist eine Lösung im Einzelfall schwer vorherzusagen. Aber die folgenden Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt, um den Fehler erheblich einzuschränken oder komplett zu beheben:

  1. Nach Tests in der Redaktion kann es helfen, nicht den aktuellsten Grafikkartentreiber, sondern bewusst eine ältere Version oder einfach den Windows-Standardtreiber einzusetzen. Erfahrungsgemäß sind neue Treiber nicht nur fehlerbereinigt, sie bringen auch neue Fehler und Empfindlichkeiten mit. Sofern ein neueres BIOS der Grafikkarte verfügbar ist, installieren Sie das Betriebsprogramm entsprechend der Hersteller-Anleitung.
  2. Es gibt eine weitere Software-Möglichkeit, den Fehler anzugehen. Stellen Sie dazu im Systemsteuerungsmodul zur Grafikkarte (beispielsweise „Nvidia Systemsteuerung“) bei den Energieverwaltungsmodus von adaptiv um auf „Maximale Leistung erzwingen“. Ferner setzen Sie Anti-Aliasing und andere Leistung fressende Optionen auf Minimalwerte.
  3. Bei Rechnern, bei denen dieser Fehler nur auftritt, wenn eine 3D-Anwendung (Spiele) gestartet wird, liegt der Verdacht nahe, dass das Netzteil überfordert ist. Dies ist insbesondere wahrscheinlich, wenn es sich um eine zugerüstet Grafikkarte besserer Leistung handelt. Da hilft dann nur der Tausch zu einem Netzteil mit höherer Leistung, ab 450 Watt ist dann die empfehlenswerte Größenordnung.
  4. Insbesondere tritt der Fehler auf, wenn die Grafikkarte „getunt“ wurde, also die GPU und/oder das Videoram mit einem höheren Takt betrieben wird. Stellen Sie in diesem Fall wieder die Standardwerte ein, die dem Lieferzustand entsprechen. In Einzelfällen hat es sogar den Fehler behoben, die Karte leicht zu untertakten, etwa im Bereich 5 bis 10 Prozent. Der Grund: Manche Grafikkarte sind quasi schon ab Werk übertaktet, was sich eben in den einschlägigen Leistungsvergleichen gut macht.
  5. In vielen Fällen hat auch das Erhöhen der Spannung der Grafikkarte die gewünschte Betriebsstabilität gebracht. Teils ist dies schon mit den Tools der Grafikkarten-Hersteller möglich (beispielsweise MSI Afterburner, www.msi-afterburner.de/), teils lassen sich mit kostenlosen Tools wie „Nvidia Inspector“ (http://www.orbmu2k.de/) entsprechende Einstellmöglichkeiten vornehmen.
  6. Auffällig ist, dass der Fehler offenbar weit mehr Grafikkarten mit Nvidia-Chipsatz betrifft, als Grafikkarten mit AMD/ATI-Chipsatz. Wenn also alle Maßnahmen nicht greifen, bleibt als letzte Möglichkeit, einen entsprechenden Tausch der Grafikkarte vorzunehmen. Dabei ist es aufgrund der Performance-Problematik nicht mit einer preiswerten Karte getan, es sollte dann eine Grafikkarte der oberen Mittelklasse sein, die Sie im Preissegment von rund 120 bis 150 Euro antreffen.

 

 

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