Gerät, Treiber, Systemsteuerung, Hardware
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Der Geräte-Manager von Windows einfach erklärt

Verschiedene Anleitungen rund um den Geräte-Manager

Der Geräte-Manager (englisch abgekürzt "devmgmt") bezeichnet eine Funktion der Systemsteuerung in Windows. Er zeigt sämtliche innen (z.B, Grafikkarte, Prozessor) sowie außen (z.B. Maus, Tastatur, Drucker) im oder am Computer installierte Hardware samt der entsprechenden Treiber in einer Baumstruktur an. Zudem bietet er verschiedene Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten. Wenn beispielsweise ein Bauteil nicht funktioniert, zeigt der Geräte-Manager das an, und Sie können das Problem beheben.

Hier alle Funktionen im Überblick:
 

Gerätetreiber aktualisieren und managen

Einzelne Komponenten des PCs aktivieren oder deaktivieren

Windows anweisen, fehlerhafte Geräte zu ignorieren

Sich über technische Eigenschaften installierter Geräte informieren

 

So starten Sie den Gerätemanager in Windows 10

Über das Startmenü von Windows 10 finden Sie den Gerätemanager nicht mehr, dafür gibt es andere Möglichkeiten. Eine der schnellsten:

  1. Drücken Sie auf der Tastatur gleichzeitig die Windows-Taste plus X.
  2. Dadurch erscheint ein Kontextmenü (eine Art alternatives Startmenü), in dem Sie auf Geräte-Manager klicken.
  3. Alternativ können Sie auch den Befehl devmgmt in die Windows-Suchleiste eintippen und in der Trefferliste auf Geräte-Manager (Systemsteuerung) klicken.

Was tun, wenn sich der Geräte-Manager nicht starten lässt

Für die automatische Geräteerkennung und den Gerätemanager ist der Dienst "Plug & Play" verantwortlich. Wenn der Dienst deaktiviert wurde, funktioniert auch der Geräte-Manager nicht mehr. In einigen Fällen ist der Dienst aber abgeschaltet

So überprüfen Sie im Geräte-Manager, ob alle Komponenten funktionieren

  1. Tippen Sie ins Windows-Suchfenster den Befehl „Geräte“ ein und klicken in der Trefferliste auf Geräte-Manager (Systemsteuerung).

  2. Im neuen Fenster kontrollieren Sie die Geräteliste, ob darin Einträge mit fehlenden Treibern oder deaktivierten Geräten auftauchen. Das erkennen Sie an bestimmten Markierungen:

Ein nach unten zeigender Pfeil im Gerätesymbol steht für abgeschaltete Geräte, die dann logischerweise nicht funktionieren. Diese Geräte sind zwar im Computer eingebaut, der Treiber wird aber nicht geladen. Per Rechtsklick auf die Bezeichnung des Geräts und im Kontextmemnü auf Gerät aktivieren, können Sie es bei Bedarf wieder einschalten.

Ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen weist darauf hin, dass kein Treiber für das betreffende Gerät gefunden beziehungsweise installiert wurde oder dass der Treiber Probleme verursacht.

So erkennen Sie Treiber-Probleme im Geräte-Manager

Ein Bauteil in Ihrem Computer funktioniert nicht richtig? Das könnte an einem fehlenden oder veralteten Treiber liegen. So kommen Sie solchen Fehlern mithilfe des Geräte-Managers auf die Spur.

  1. Starten Sie wie beschrieben den Geräte-Manager. Wird nun vor einem Gerät ein gelbes Ausrufezeichen angezeigt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gerät und wählen Treibersoftware aktualisieren und Automatisch nach aktueller Treibersoftware suchen. Folgen Sie den Anweisungen.

  2. Erscheint die Meldung „XXX konnte nicht installiert werden“, suchen Sie auf der Internetseite des Herstellers nach Windows 10-Treibern und installieren diese. Halten Sie außerdem die entsprechenden Treiber auf dem neusten Stand. Überprüfen Sie regelmäßig auf den Internetseiten des Herstellers, ob für Ihren PC oder wichtigen Komponenten neue Steuerungsprogramme bereitstehen.

Wichtig: Windows-Update killt Aktualisierungsfunktion

Bislang war es bei Treiberproblemen üblich, im Geräte-Manager das entsprechende Gerät mit der rechten Maustaste anzuklicken und im Internet nach Treiber-Updates zu fahnden. Seit dem neusten großen Windows-Update 2004 funktioniert das nicht mehr – lediglich die Suche nach Treiber auf dem PC ist möglich. Sprich: Sie müssen sich selbst im Internet auf die Suche nach frischen Treibern begeben.

Alternativ geht es auch über die Windows-Einstellungen, konkret unter Update und Sicherheit. Hier müssen Sie sich auf die Suche nach sogenannten "optionalen Updates" machen, die Windows gelegentlich anbietet. Treiberaktualisierungen finden Sie dann in einer übersichtlichen Liste, über die Sie selbst wählen können, welche Sie installieren möchten.

So identifizieren Sie ein „Unbekanntes Gerät“ im Geräte-Manager

Was tun, wenn Sie im Geräte-Manager von Windows 10 ein „Unbekanntes Gerät“ entdecken, und Windows keinen Treiber findet? Mit diesem Trick finden Sie heraus, welches Bauteil betroffen ist.

  1. Öffnen Sie zunächst den Geräte-Manager über die Tastenkombination Windows + X sowie per Klick auf Geräte-Manager. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Unbekanntes Gerät. Es folgen Klicks auf Eigenschaften und Details. Im Feld Eigenschaft wählen Sie dann Hardware-IDs.

  2. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf die erste Zeile im Feld Wert und anschließend auf Kopieren. Starten Sie einen Internet-Browser und klicken Sie in die Suchzeile beziehungsweise ins Adressfeld. Mit der Tastenkombination STRG + V kopieren Sie den Wert dort hinein, mit der Eingabetaste starten Sie die Internet-Suche. Oft zeigt Ihnen nun bereits der erste Suchtreffer den Namen des unbekannten Geräts an.

  3. Falls Sie vom Hersteller eine Treiber-CD für das Gerät mitgeliefert bekommen haben, installieren Sie den fehlenden Treiber darüber. Falls nicht, besuchen Sie die Seite des Herstellers und laden von dort den passenden Treiber für das herunter. Ist der Treiber installiert, ist die Meldung „unbekanntes Gerät“ im Geräte-Manager verschwunden.

USB-Geräte mithilfe des Geräte-Managers zum Laufen bekommen

Wenn beim Einstöpseln von USB-Festplatten oder -Sticks die Fehlermeldung „USB-Gerät wurde nicht erkannt“ erscheint, können Sie auf diese Weise wieder auf die Daten zugreifen. Für dieses Problem gibt es mehrere Lösungswege.

  1. PC neu starten: Meist hilft es schon, dass USB-Gerät abzuziehen, den Computer neu zu starten, und es wieder anzudocken.

  2. Andere USB-Geräte vom PC trennen: Manchmal kommen sich verschiedene USB-Geräte in die Quere. Ziehen Sie also probehalber alle anderen USB-Stecker vom PC ab. Testen Sie dann, ob der Fehler weiter auftritt.

  3. PC-Einstellungen überprüfen

    • Starten Sie wie beschrieben den Geräte-Manager. Halten Sie hier nach nicht identifizierten USB-Geräten Ausschau, erkennbar am gelben Ausrufezeichen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag, wählen Sie Eigenschaften und klicken Sie auf Treiber aktualisieren sowie Automatisch nach aktueller Treibersoftware suchen. Wird ein Treiber gefunden? Falls nicht:
    • Im Geräte-Manager klicken Sie auf den Reiter Aktion, und wählen Sie Nach geänderter Hardware suchen. Wird das USB-Gerät jetzt erkannt? Falls nicht:
    • Klicken Sie im Geräte-Manager mit der rechten Maustaste auf die diversen Einträge USB-Root-Hub. Im Aufklappmenü klicken Sie auf Eigenschaften und dann auf Energieverwaltung. Probieren Sie aus, ob durch das Abwählen von Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen das Gerät erkannt wird. Falls nicht, aktivieren Sie die Funktion wieder.

Drucker mithilfe des Geräte-Managers wieder zum Laufen bringen

Ihr Drucker funktioniert nach einem Windows-Update nicht mehr? In der Regel bringt folgende Vorgehensweise den Drucker wieder zum Laufen:

  1. Stöpseln Sie den Drucker ab.

  2. Öffnen Sie die „Einstellungen“ mit der Tastenkombination Windows + i. Dann entfernen Sie nach einem Klick auf Apps alle Drucker- und Scanner-Programme (mit Ausnahme der PDF-Programme).

  3. In den „Einstellungen" navigieren Sie dann zu "Geräte, Drucker & Scanner", klicken auf Ihren Drucker wählen Warteschlangen öffnen und löschen sämtliche Druckaufträge.

  4. Dann tippen Sie „Systemsteuerung" ins Suchfenster unten links in der Taskleiste ein, drücken Enter, klicken auf "Hardware und Sound" sowie "Geräte und Drucker". Entfernen Sie hier per Rechtsklick Ihren Drucker. Gehen Sie ein Menü zurück und öffnen den Geräte-Manager. Klicken Sie hier auf Ansicht und Ausgeblendete Geräte anzeigen. Anschließend löschen Sie alle Drucker und Druckerwarteschlangen (mit Ausnahme von PDF-Druckern).

  5. Starten Sie Windows 10 neu und stöpseln den Drucker wieder an. Windows sollte nun die erforderlichen Treiber installieren und der Drucker wieder funktionieren.

Fazit

Bei Hardware-Problemen aller Art ist der Geräte-Manager die erste Anlaufstelle. Hier erkennen Sie schnell, an welchen Stellen es hakt und können gegebenenfalls neue Treiber installieren.

Video-Anleitung: So nutzen Sie die Geräte-Funktion bei Windows 7