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Internetanschluss auf die leichte Art: So kommen Sie schnell und ohne Umwege ins Netz

Diese Möglichkeiten haben Sie beim Internetanschluss

Kabel, DSL, LTE, Satellit oder Glasfaser? In Deutschland haben Sie die Möglichkeit, aus einer großen Bandbreite an Anschlussarten zu wählen. Doch aufgepasst! Vor dem Surfgenuss im Internet empfiehlt es sich, Angebote zu vergleichen. Auf dem Prüfstand stehen die Verfügbarkeit, die erreichbare Geschwindigkeit an Ihrem Standort und schließlich die Kosten für die Grundgebühr pro Monat sowie der Preis für optionale Endgeräte wie Router und Modem. Je nach Anschlussart und Internetanbieter unterscheiden sich die Tarife erheblich. Welche Prüfpunkte bei der Suche nach dem besten Anschluss für Ihre Zwecke wichtig sind, erfahren Sie hier:

Neben hohen Datenraten locken VDSL oder Kabelanschluss mit einem umfassenden Komplettpaket aus TV und Telefonie. Doch der erste Schritt bei der Wahl der richtigen Leitung führt zu einem Verfügbarkeitscheck. Denn nicht in jeder Region stehen alle Anschlussarten in vollem Umfang zur Verfügung. Da Vodafone, Telekom 1&1 und Co. mehrgleisig fahren, haben Sie aber gute Chancen, bei einem dieser Anbieter fündig zu werden. 

Tipp: Bei jedem Provider können Sie die regionale Verfügbarkeit der Breitbandanschlüsse prüfen. Wenn Sie keine Präferenz haben, lohnt sich ein Vergleich über Verivox oder check24. Hier geben Sie lediglich Ihre Adresse ein und erhalten in wenigen Sekunden einen Überblick über die an Ihrem Standort verfügbaren Provider und Anschlussarten. Das ist komfortabel, denn so können Sie nicht nur günstige, sondern auch flexible und leistungsstarke Angebote aufspüren. Setzen Sie die Suchkriterien ganz nach Ihren Wünschen:

  • Wie schnell soll der Zugang sein?
  • Ziehen Sie eine flexible Bindung an den Provider vor oder nehmen Sie auch eine Vertragslaufzeit von 2 Jahren in Kauf?
  • Wollen Sie weiterhin über das Festnetz telefonieren?
  • Genügt Ihnen ein begrenztes Datenvolumen, um gelegentlich im Internet zu surfen?
  • Benötigen Sie eine Flatrate, weil Sie häufig Filme und Serien in hoher Qualität streamen?

Kurzum: Es ist fast alles möglich, um am Ende das passende Komplettpaket für Sie herauszufiltern.

Die Vor- und Nachteile von DSL auf einen Blick

Neben Kabel ist der Internetzugang per DSL am weitesten verbreitet. Die „Digital Subscriber Line“ (zu Deutsch etwa „digitale Teilnehmeranschlussleitung“) gibt es in unterschiedlichen Varianten. Doch egal, ob ADSL, DSL, SDSL oder VDSL: Allen gemein ist, dass sie auf den altbekannten Kupferleitungen des Telefonnetzes basieren. Einzig VDSL nutzt eine Kombination aus Glasfaser und Kupfer. Bis zur Vermittlungsstelle (DSLAM) sorgt Glasfaser für die Datenübertragung. Der auch als „letzte Meile“ bezeichnete Weg bis zum Haus des Nutzers wird per Kupferkabel überbrückt. Bis 2018 wurden ISDN, analoges Festnetz und DSL komplett über die beiden dünnen Drähte realisiert, die sich in jeder Telefondose befinden. Seitdem hat sich All-IP flächendeckend durchgesetzt. Der für die „alte Technologie“ reservierte Frequenzbereich entfällt damit und wird der neuen, rein digitalen Übertragung zur Verfügung gestellt. Die Folge: eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit in Download- und Uploadrichtung. Der (verschmerzbare) Nachteil: das Entfallen der analogen Telefonie und des nur wenige Kbit schnellen ISDN. Die maximal erreichbaren Geschwindigkeiten liegen bei einem Wert von rund 250 Mbit pro Sekunde in Downloadrichtung – genug Bandbreite für eine exzellente Surfgeschwindigkeit. Bis zu 40 Mbit sind beim Upload von Daten drin. Das ist vor allem praktisch, wenn Sie häufig aus der Ferne auf Ihren PC zu Hause zugreifen oder von dort aus eine eigene Webseite betreiben.

Hinweis: Falls Sie Ihren eigenen DSL-Router verwenden möchten, achten Sie darauf, dass er für die hohen Datenraten ausgelegt ist. So unterstützt etwa die weitverbreitete Fritz!Box 7490 nicht die immer häufiger anzutreffende Supervectoring-Technologie. Mehr als eine Geschwindigkeit von 100 Mbit ist mit diesem DSL-fähigen WLAN-Router technisch nicht drin. Erst der Nachfolger, die Fritz!Box 7590, kommt mit DSL-Supervectoring und dem bis zu 300 Mbit schnellen VDSL zurecht.

Was Sie über Internet per Kabelanschluss wissen müssen

Haben Sie einen Kabelanschluss zu Hause, sind Datenraten von bis zu 1.000 Mbit drin. Mehr noch: Anbieter wie Vodafone bieten dazu auch noch weitere Services an. In der Regel schnüren die Provider attraktive Bundles, in denen zum Beispiel eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz sowie ein TV-Paket mit Sendern in HD-Qualität enthalten sind. Im Vergleich zu DSL galt Kabel lange Jahre zu Recht als der stabilere Breitband-Anschluss. Ein Manko sind die immer noch schwankenden Geschwindigkeiten. Zu Stoßzeiten und vor allem abends wird die vertraglich zugesicherte Geschwindigkeit oftmals nicht zu hundert Prozent erreicht. Treten diese Schwankungen häufiger auf, können Sie den Provider darauf aufmerksam machen. Am einfachsten überprüfen Sie die Geschwindigkeit mit einem Speedtest. Ist es Ihnen möglich, dem Provider die Diskrepanz über mehrere Tage in Folge nachzuweisen, können Sie in einem solchen Fall sogar von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Infos dazu finden Sie auf der Seite www.breitbandmessung.de der Bundesnetzagentur.

Flexibel und schnell, aber auch nicht unbedingt preiswert: die Vor- und Nachteile von Internet über LTE

Mobilfunk ist mittlerweile eine echte Alternative zu einer kabelgebundenen Breitband-Verbindung. Entsprechende Tarife gibt es bei O2, Vodafone und der Telekom. In puncto Geschwindigkeit steht LTE und neuerdings auch 5G, DSL und Kabel in nichts nach. Bereits LTE lässt den Vorgänger-Standard UMTS ziemlich alt aussehen. Theoretisch sind mit LTE-Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit pro Sekunde möglich. Die meisten Provider sichern Ihnen aber meist „nur“ um die 200 Mbit in Ihren Verträgen zu. Ein Knackpunkt bei LTE sind die recht teuren Verträge. Teuer deshalb, weil Ihnen meist nur ein begrenztes Datenvolumen von 125 GB bis 500 GB zur Verfügung steht. Vodafone ruft für den LTE Gigacube Basis Tarif mit 500 GB rund 75 Euro pro Monat auf. Hinzukommen meist noch Gebühren für die Bereitstellung, die 40 bis 50 Euro betragen. Punkten kann LTE dafür mit einer flexiblen Nutzung. Denn Sie sind nicht an einen Standort gebunden bzw. unabhängig von einer Leitung. Außerdem bietet Ihnen der Provider zum Vertrag auch noch smarte Geräte an, die sogar mehrere Stunden per integriertem Akku betrieben werden können. Ideal für die Party im Schrebergarten oder das Wochenende auf dem Campingplatz. Geräte in Ihrem Haushalt finden per WLAN oder Ethernetkabel Anschluss an einen solchen LTE-Router.

Highspeed-Internet per Glasfaser: stabil, sehr schnell, aber nur begrenzt verfügbar 

In der Summe seiner Eigenschaften ist Internet per Glasfaser allen anderen Breitband-Verbindungen überlegen. Mit hohen Datenraten von 1.000 Mbit in Downloadrichtung und einem Upload von bis zu 500 Mbit bietet es Leistung satt. Damit ist aber das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht: Die Technik bietet enorme Reserven für die Zukunft. Die dünnen Lichtwellenleiter sollen in den nächsten Jahren sogar Terabytes an Daten pro Sekunde übermitteln können. Leider krankt es in Deutschland momentan aber noch an einem flächendeckenden Ausbau – auch weil die Kosten nicht zu unterschätzen sind: Für einen eigenen FTTH-Hausanschluss ruft die Telekom 799,95 Euro auf. Die laufenden Kosten sind dagegen mit denen von DSL oder Kabel vergleichbar. Zwischen ca. 60 und 80 Euro sollten Sie monatlich einkalkulieren. Die Bereitstellungsgebühr ist ebenfalls moderat – bei der Telekom liegt Sie derzeit bei rund 70 Euro.

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