So erkennen Sie den 90%-Fehler beim PC-Totalausfall

01. Mai 2019
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Unter allen PC-Pannen löst es immer die größte Panik aus, wenn das Gerät einfach gar nicht mehr startet. Doch mit diesen einfachen Checks kommen Sie dem Fehler auf die Spur und können einschätzen, ob ein Datenverlust eingetreten ist oder nicht.

Sie schalten wie gewohnt Ihren Desktop-PC ein und es passiert nichts. Die Profis in den PC-Werkstätten wissen in diesem Fall, was zu überprüfen ist, denn es ist ein Ausfall des internen PC-Netzteils äußerst wahrscheinlich. Um zielgerichtet und zeitsparend die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten, führen Sie diese 4 Basic-Checks zu Spannungsversorgung und PC-Netzteil durch:

1. Stromzuleitung sicherstellen: Oftmals sind PCs heute über eine Mehrfachsteckdose oder Verteilersteckdosenleiste angeschlossen. Diese praktischen Stromverteiler haben jedoch oft auch eine eigene Überspannungssicherung oder einen Netzfilter eingebaut oder arbeiten nach einem Master-/Slave-Prinzip. Um sicherzustellen, dass der Fehler nicht dort liegt, schließen Sie Ihren PC im Zweifelsfall zur Fehlersuche also möglichst direkt an eine Wandsteckdose an, benutzen nur ein Verlängerungskabel oder eine andere Mehrfachsteckdose.

2. Power-Anzeige: Jeder PC hat eine Anzeige für EIN, für die aktive Spannungsversorung. Prüfen Sie daher,  ob die Power-Anzeige (LED) leuchtet. Ist diese LED dunkel, prüfen Sie bei einem Desktop-PC, ob das Kaltgerätekabel am PC-Netzteil korrekt sitzt. Überprüfen Sie das Kabel auf Beschädigungen und tauschen Sie es testweise aus.  

Schauen Sie dann auf der Rückseite Ihres Desktop-PCs nach, ob dort am Netzteil ein Ein-Aus-Schalter in Form eines Kippschalters vorhanden ist. Falls dieser Schalter in der Position Aus (0) steht, schalten Sie ihn auf Ein (I). Dann starten Sie Ihren PC mit dem Taster an der Gerätefront. 

3. Stromversorgung der Laufwerke: Betätigen Sie nach dem Einschalten Ihres Desktop-PCs testweise die Taste für das Öffnen der CD/DVD-Schublade. Geht die Schublade auf, ist die Spannungsversorgung (Netzteil) des PC wahrscheinlich in Ordnung. Geht weder die Schublade auf, noch vernehmen Sie das gewohnte Summen der Festplatte(n), können Sie von einem Defekt des PC-Netzteils ausgehen.

Der "Vorteil" dieses Defektes ist, dass keinerlei Daten auf der Festplatte dadurch beschädigt werden, Sie also keinen Datenverlust erleiden und auch das Betriebssystem nicht neu installiert werden muss.

Wenn Sie also in diesen drei Schritten recht sicher erkannt haben, dass das PC-Netzteil der Schuldige ist, lassen Sie das Netzteil in einer PC-Werkstatt austauschen. Passende Netzteile werden je nach erforderlicher Leistung, heute meist zwischen 300 und 700 Watt, ab rund 30 Euro angeboten. Beachten Sie bei der Auswahl eines Netzteils, dass ein hochwertiges Netzteil nicht nur für einen stabilen PC-Betrieb Grundvoraussetzung ist, sondern meist auch mit einem temperaturgesteuerten Lüfter die Betriebsgeräusche spürbar senken kann.

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