Kann man den "lost+found"-Ordner löschen?

23. August 2016
Achim Wagenknecht Von Achim Wagenknecht, Freeware & Open Source, News & Trends, Linux, OpenOffice, Picasa, GIMP, Multimedia ...

Auf vielen Linux-Festplatten gibt es einen Ordner namens "lost+found". Was es damit auf sich hat.

Linux / Deutsch / Open Source. Auf den meisten Festplatten unter Linux gibt es einen Ordner "lost+found". Das ist ein verborgener Ordner, der im Stammverzeichnis der jeweiligen Partition liegt. Im Linux-Dateimanager bringen Sie verborgene Ordner mit der Tastenkombination Strg-H zum Vorschein. Damit können Sie jedoch nur feststellen, ob der Ordner vorhanden ist. Wie groß er ist und was er enthält, sehen Sie nur mit Root-Rechten.

Ich empfehle dazu den Midnight Commander, den Sie aus dem Software Center installieren können. Starten Sie ihn von der Kommandozeile mit dem Befehl "sudo mc". Jetzt können Sie in die "los+found"-Ordner auf Ihren Partitionen hineinschauen. Oft befindet sich nichts darin, und wenn Dateien darin vorhanden sind, handelt es sich meist um Datenmüll, den Sie löschen können.

Fragt sich nur: Warum gibt es diesen Ordner überhaupt? Wozu ist er gut? Der lost+found-Ordner kommt bei der Datenrettung zum Einsatz. Linux hat eingebaute Programme, die regelmäßig überprüfen, ob die Festplatten noch in Ordnung sind. Tauchen bei einer solchen Überprüfung verlorene Dateien auf, so werden diese im Ordner "lost+found" gespeichert. Da Linux sehr auf Sicherheit optimiert ist, werden oft auch vorsichtshalber Daten auf diese Weise gesichert, die eigentlich Müll sind.

Es gibt genau einen Fall, in dem der "lost+found"-Ordner wichtig ist: Wenn Sie tatsächlich Daten verloren haben. Dann können Sie die Datenrettung manuell anstoßen und finden die verlorenen Dateien mit etwas Glück in "lost+found" wieder.

Sie haben gar keinen "lost+found"-Ordner? Dann verwendet Ihr PC nicht das Dateisystem extfs, zu dem dieser Ordner gehört, sondern ein anderes.

Mehr zum Thema: Midnight Commander

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