HDCP-Pannenhilfe: Nie wieder unfreiwillig Schwarz sehen

05. September 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Mit der Verschlüsselung HDCP hat Intel einen Kopierschutz entwickelt, der insbesondere für Blu-ray-Inhalte genutzt wird - Fehler und Pannen inklusive.

Jede Art der Kopie von digitalen Medieninhalten ist den Rechteinhabern aus verständlichen Gründen ein Dorn im Auge. Insbesondere das war der Grund, dass es große Bestrebungen gab, von der kopierbaren Film-DVD auf die Blu-ray umzusteigen, deren Material mit dem Kopierschutz HDCP (High bandwidth Digital Content Protection) geschützt wird. HDCP ist ein Kopierschutz, der von Intel entwickelt zur Verschlüsselung von Video- und Audiomaterial auf den Schnittstellen HDMI, DVI und DisplayPort entwickelt wurde. Zudem wird HDCP als Kopierschutz für Speichermedien und HDTV eingesetzt.

Allerdings muss man auch sagen, dass HDCP vielfach Fehler auslöst, ohne dass dem Anwender klar ist, woran es überhaupt liegt. In einfachen Fällen ist eine Fehlermeldung beim Abspielversuch einer Blu-ray eindeutig: „Die Wiedergabe von geschützten Inhalten wird von Ihrer Anzeigekonfiguration nicht unterstützt“. Um die Wiedergabeprobleme zu lösen, sind sehr unterschiedliche Lösungswege anzuwenden:

  • Der Kopierschutz wird nur mit den digitalen Schnittstellen HDMI und DVI(D) übertragen, nicht mit VGA (Video Graphic Array) oder Composite-Verbindungen. Daher bleibt der Bildschirm bei der falschen Verbindungsart dunkel, da keine Synchronisation durchgeführt wird.
  • Wird ein Blu-ray-Film auf zwei Displays angezeigt, müssen beide den HDCP-Kopierschutz unterstützten. Im Beispielfall des Fernsehers also sowohl das Notebook als auch der Fernseher. Flachbildfernsehern der ersten Generation fehlte die HDCP-Unterstützung allerdings meist, da Intel HDCP ja auch erst 2003 marktreif hatte.
  • Ein ca. 3 bis 5 Jahre alter PC kann mit Grafikkarten ausgestattet sein, die HDMI über einen Adapter bereitstellen, der an einen DVI(D)-Port angeschlossen wird. Inwieweit die GPU (Graphic Processing Unit) der Karte den HDCP-Kopierschutz unterstützt, liegt bei dieser Gerätegeneration oft eher im Dunkeln. Lösung: Eine moderne Grafikkarte für den PCI-Express-Erweiterungsschacht mit HDMI und HDCP gibt es ab rund 50 Euro und bringt einen sichtbaren Leistungsschub für Ihren Rechner.
  • Bei manchen Blu-ray-Playern finden Sie den hochwertigen YPbPr-Komponentenanschluss (YUV), der bei PCs allerdings nicht vorhanden ist. Hierbei handelt es sich um eine analoge Schnittstelle, bekanntermaßen können analoge Schnittstellen keine digitale Verschlüsselung übertragen. Diese YUV-Schnittstelle wird mit drei Chinch-Kabeln mit dem Display verbunden und überträgt auf einer Leitung die Helligkeitsinformationen und auf zwei Leitungen die Farbinformationen. Der Ton muss getrennt übertragen werden.

 

 

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