Wie sicher sind eSIMs wirklich?
Wenngleich immer noch sehr viele Menschen auf eine ganz normale physische Sim für ihr Smartphone zurückgreifen, gibt es inzwischen die Möglichkeit, sich eine eSIM zu besorgen, ohne sich für diese Zwecke eine physische Karte kaufen zu müssen.
In der Tat bringen diese eSIMs sehr viele Vorteile mit sich, von denen die Anwender profitieren können. Doch in der heutigen Zeit, in der die Technologie immer weiter voranschreitet und somit auch das Thema der Cyber-Security eine tragende Rolle spielt, ist es durchaus legitim, sich der Frage danach zu widmen, wie sicher diese eSIMs eigentlich sind.
Denn es ist immer wichtig, sich nicht nur auf die vorteilhaften Aspekte zu konzentrieren, sondern sich gleichzeitig auch mit möglichen Risiken auseinanderzusetzen. Nur, wer die Risiken kennt, kann sich auch angemessen vor ihnen schützen.
Ja, eSIMs sind sicher!
Die einfache und schnelle Antwort auf die Frage nach der Sicherheit der eSIMs lautet zunächst einmal, dass diese durchaus sicher sind und man somit problemlos eine solche virtuelle Karte für das Smartphone nutzen kann, wenn man vorhat, in den Urlaub zu fliegen und dort weiterhin das Internet ohne allzu hohe Kosten nutzen möchte.
Wichtig ist dabei natürlich, immer darauf zu achten, die passende virtuelle Karte für das Zielland zu besorgen. Wer sich zum Beispiel auf den Weg nach China begibt, ist mit einer eSIM für China bestens beraten.
Um die Sicherheit der eSIMs sicherstellen zu können, sind diese mit äußerst modernen Sicherheitsprotokollen ausgestattet. Diese verhindern den unbefugten Zugriff auf die Daten. Für diese Weise wenden die meisten Anbieter dieser virtuellen Karten zwei ausschlaggebende Sicherheitsmaßnahmen an:
| Verschlüsselung | Authentifizierung |
| Durch die Verschlüsselung werden die Daten so gespeichert, dass sie nur von autorisierten Benutzern entschlüsselt werden können und für nicht befugte Benutzer verschlüsselt bleiben. | Durch die Authentifizierung wird sichergestellt, dass sich die Benutzer erst identifizieren müssen, um anschließend den Zugriff auf die Daten zu erhalten. |
Gibt es trotzdem Risiken bei eSIMs?
Trotz der Sicherheitsmaßnahmen ist es dennoch ein Fakt, dass es bei eSIMs einige Risikofaktoren gibt. Allerdings sind die Bedrohungen durch Cyberangriffe nicht auf eSIMs konzentriert, sondern sie betreffen jeden Menschen, der die moderne Technologie, egal in welcher Form, nutzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich generell und unabhängig davon, ob man eine virtuelle Karte für das Smartphone verwendet oder nicht, mit der Cybersecurity auseinanderzusetzen.
Im Grunde genommen kann man also sagen, dass die eSIMs keine gesonderten Risiken mit sich bringen, sondern denselben Risiken ausgesetzt sind, wie alle Technologien, die in der heutigen Zeit ihren Einsatz finden. Denn Internet-Kriminelle starten ihre Angriffe unter anderem über:
● Phishing (also gefälschte Nachrichten mit Anhang oder Link).
● Malware, die installiert wird und auch die eSIM gefährden kann.
● Öffentliche WLAN-Netzwerke, über die sich Hacker sehr schnell in all die Geräte einschleusen, die mit dem Internet verbunden sind.
Das Wissen über diese möglichen Risiken soll Menschen nicht davon abhalten, eine eSIM für ihre Reisen zu verwenden. Vielmehr sollen sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Diese Sicherheitsmaßnahmen sollen bei der Nutzung einer eSIM ergriffen werden
Die erste wichtige Sicherheitsmaßnahme, die erfolgen sollte, wenn man sich für die Anwendung einer eSIM entscheidet, besteht darin, sich zunächst einmal genauer mit dem Anbieter auseinanderzusetzen. Es ist wichtig, dass dieser angemessene Sicherheitsrichtlinien verfolgt. Das ist die erste wichtige Voraussetzung, um die Sicherheit der eSIM sicherstellen zu können. Zudem ist es ebenfalls wichtig, sich um die Folgenden Aspekte zu kümmern:
Das Passwort
Passwörter sind in dem Zusammenhang mit der Cybersecurity ein äußerst tragender Faktor. Sie schützen den Zugriff auf Daten und sollten aus diesem Grund stark und nicht so einfach zu knacken sein.
Aus diesem Grund zeichnet sich ein starkes Passwort unter anderem dadurch aus, aus mindestens 8 Zeichen zu bestehen, die sich aus:
● Groß- und Kleinbuchstaben
● Zahlen
● Sonderzeichen
zusammensetzen.
Die Updates
Die Technik schreitet immer weiter voran und macht somit am laufenden Band Fortschritte. Dabei sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass die Technik nicht fehlerfrei ist und Sicherheitslücken bei Systemupdates immer wieder vorkommen können und dann mit folgenden Updates geschlossen werden.
Wer also keine Updates macht und die Sicherheitslücken folglich nicht schließt, macht sich zum gefundenen Fressen der Internet-Kriminellen, die diese Sicherheitslücken für ihre Angriffe nutzen. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer darauf zu achten, dass die System-Updates auf allen Geräten immer dann durchgeführt werden, wenn sie zur Verfügung stehen.
Die Apps
Apps sind auf den ersten Blick nicht weiter schlimm, sondern eigentlich sogar sehr sinnvoll. Doch vor allem, wenn es um Apps geht, die nicht über offizielle Stores heruntergeladen werden, sollte immer höchste Vorsicht weilen. Es ist immer wichtig, diese nicht blind herunterzuladen, sondern im Voraus zu prüfen, ob diese wirklich vertrauenswürdig sind.
Wer sich diese Hinweise zu Herzen nimmt, kann sich ohne Probleme für den Kauf und die Anwendung einer eSIM entscheiden. Denn am Ende des Tages überwiegen natürlich die Vorteile dieser virtuellen Karte. Doch, wie es eben bei allen Dingen der Fall ist, gilt auch hier, dass die Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist.