RAID 0 — Alarmstufe Rot für Ihre Daten

11. Juli 2012
Rudolf Ring Von Rudolf Ring, Hardware, News & Trends ...

Mit RAID 0 steigern Sie den Datendurchsatz um nahezu das Doppelte - die Gefahr für totalen Datenverlust allerdings auch.

Auf immer mehr Mainboards auch des niedrigen Preissegments finden sich Anschlussmöglichkeiten für ein RAID-System (Redundant Array of Independent Disks, dt. Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten). Die Hardware-RAID-Controller bieten unterschiedliche Betriebsarten für den Anschluss von zwei (oder mehreren) Festplatten. Für ein leistungsorientiertes Tuning schielen manche PC-Anwender insbesondere auf die Betriebsart RAID 0 (Null), denn die Mainboard-Hersteller versprechen hierbei eine näherungsweise Verdoppelung der Datentransferrate in dieser Betriebsart, die auch als „Striping“ bezeichnet wird.

Und in der Tat erreichen Sie mit einem RAID 0-Verbund aus zwei flotten SATA-Festplatten mit 7.200 Umdrehungen pro Minute durchaus einen spürbar verbesserten Datendurchsatz gegenüber einer einzelnen Festplatte. Dabei wird jedoch gerne vergessen, dass RAID 0 die Redundanz fehlt, streng genommen gehört es gar nicht zu den „richtigen“ RAID-Systemen. RAID 0 ist nur ein schnelles „Array of Independent Disks“. Den Vorteil der gesteigerten Geschwindigkeit erkauft man sich bei RAID 0 mit erheblichen Gefahren für die Daten:

  • Ein RAID-Verbund besteht aus mindestens 2 Festplatten. Wenn zwei physikalische Platten zu einem Datenverbund gekoppelt werden, verdoppelt sich die theoretische Gefahr eines Totaldefekts des Verbunds, da nun mal von zwei Platten eher eine kaputt geht als beim Betrieb nur einer Platte.
  • Ein Problem stellt auch der Onboard-RAID-Controller selbst dar, der zumeist mit einem eigenen BIOS geliefert wird. Sollten in dem BIOS Fehler auftreten, die nur durch ein BIOS-Update zu beheben sind, muss Ihre gesamte Software-Installation aus Betriebssystem, Applikationen und Daten aus den (hoffentlich vorhandenen) Sicherungskopien neu aufgespielt werden, denn nach einem Update besteht keine oder keine sichere Kompatibilität mehr zum vorherigen RAID-Verbund. Da sich auf einem neuen Mainboard zumindest ein RAID-BIOS in einer neuen BIOS-Version findet, bedeutet das ganz klar, dass Sie Ihre RAID-organisierten Platten nicht unter Weiterverwendung der Software-Installation auf ein anderes Mainboard umziehen lassen können.
  • Gleiches gilt für die Kompatibilität zu anderen Herstellern. Das RAID-Format des Controllers ist proprietär, passt also nur zum jeweiligen Hersteller. Ein Anschluss eines RAID-Verbundes an einen Controller eines anderen Herstellers funktioniert nicht.
  • Legen Sie daher bei der Anschaffung von Platten für einen RAID-0-Verbund grundsätzlich großen Wert auf die Garantie des Festplatten-Herstellers. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Datensicherung legen.

Tipp: Wer leistungsorientiert mit RAID 0 arbeiten möchte, ist mit einem separaten RAID-Controller in Form einer Erweiterungskarte besser dran als bei Benutzung eines internen Controllers des PC-Chipsatzes. Denn einen zusätzlichen RAID-Controller mitsamt den Platten können Sie problemlos in ein anderes PC-System mitnehmen. Das trifft beispielsweise auf den RAID-Controller Digitus DS-30103 zu (PCI-Express Karte PATA, SATA II, 2x SATA, 300 MBit)

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