Konzertfotografie

09. Juli 2012

Der Besuch eines Live-Konzerts ist immer ein Erlebnis: Durch die effektvolle Beleuchtung und die Bühnenshow werden nicht nur die Ohren, sondern auch das Auge wird beglückt: Sie bekommen spektakuläre Motive für Ihre Event-Fotos vor die Linse.

Gerade in den Sommermonaten häufen sich die Konzerttermine, und die Stars und Sternchen geben sich die Klinke in die Hand. Für Gelegenheitsfotografen ist es wichtig, sich im Vorfeld zu erkundigen, ob auf dem entsprechenden Konzert überhaupt fotografiert werden darf, denn oft werden die Kameras schon am Eingang eingezogen. Meist gibt darüber die Konzertkarte Auskunft, auf deren Rückseite ein bestehendes Fotografierverbot aufgedruckt ist. Selbst wenn fotografiert werden darf, machen Sie sich schlau, für welche Zwecke Sie die Fotos verwenden dürfen, denn nicht selten ist schon die Veröffentlichung auf einer nichtkommerziellen Homepage nicht gestattet.

Für tolle Konzertfotos ist zunächst der Standort wichtig. Dies kann zum Beispiel ein gut gelegener Sitzplatz möglichst in der Nähe der Bühne sein. Die Lichtverhältnisse ändern sich wegen der Bühnenbeleuchtung sekündlich. Hier sollten Sie sich vorbereiten und geduldig auf bessere Lichtverhältnisse warten. Diese kann ein Zusatzspot auf den Sänger bringen oder das volle Bühnenlicht gegen Ende eines Songs. Der Einsatz von Blitzgeräten verbietet sich zumeist von selbst, da sie keine ausreichende Lichtstärke und Reichweite haben und in vielen Fällen der Einsatz auch verboten ist. Mit einer Ultrakompakt- oder Kompaktkamera sollten Sie versuchen, die Aktion auf der Bühne in der Totalen einzufangen, weil hier das Licht in der Summe besser ist und Sie so noch kurze Verschlusszeiten erreichen können. Auch zeigen solche Fotos viel von der Atmosphäre und der Lichtstimmung des Konzerts. Wie bei allen Genres in der Fotografie gilt: Ausprobieren und nicht gleich aufgeben, wenn es beim ersten Konzert nicht klappt.

Die Bildgestaltung

Natürlich ist eine Großaufnahme der Künstler erklärtes Ziel in der Konzertfotografie. Hierzu benötigen Sie ein Tele- oder Telezoomobjektiv. Dabei ist die Beleuchtung des Musikers wichtig, die aber nicht Sie, sondern die Lichttechniker in der Hand haben. Also gilt es auch hier, sich vorzubereiten, zu fokussieren und den richtigen Moment abzupassen, in dem Licht und Mimik stimmen. Wenn Ihre Kamera über einen Serienbildmodus verfügt, sollten Sie diesen einsetzen. So ist die Chance, einen Treffer zu landen, ungleich größer. Die Belichtungsmessung sollten Sie bei Großaufnahmen wenn möglich auf Spotmessung einstellen, damit der Einfluss des restlichen Bühnenlichts gemildert wird. Achten Sie beim Ausschnitt darauf, dass der Künstler möglichst nicht von fremden Mikrofonen oder den Musikinstrumenten seiner Kollegen verdeckt wird. Falls der Musiker ein Instrument spielt, ist es schön, dieses im Anschnitt mit auf das Foto zu bannen.

Seien Sie mit dem Ausschnitt etwas großzügiger und schneiden Sie das Bild nicht zu stark an. Streben Sie nach Möglichkeit eine Freistellung an. Verwenden Sie also eine offene Blende und eine möglichst lange Brennweite, um einen unscharfen, ruhigen Hintergrund zu erhalten. Wenn sich die Gelegenheit bietet, ist eine Staffelung mehrerer Musiker mit selektiver Schärfe auf einen der Künstler sehr effektvoll. Wenn Sie das Glück haben, sich frei vor der Bühne bewegen zu können, wechseln Sie unbedingt den Aufnahmestandpunkt. Jeder Wechsel der Perspektive wird eine andere Lichtstimmung wiedergeben, von der die Konzertfotografie lebt. Sie übermitteln so dem Betrachter die Konzertatmosphäre und schaffen für sich schöne Erinnerungen. Auch ein leichtes Rauschen tut dem Foto keinen Abbruch, oftmals wirkt das Foto dadurch sogar realistischer.

Die Ausrüstung

Welche digitale Kamera eignet sich am besten für die Konzertfotografie? Die fortgeschrittene Konzertfotografie ist die Domäne der digitalen Spiegelreflexkameras. Die schlechte Beleuchtung erfordert sehr hohe ISO-Werte, die nur wenige Kompaktkameras bieten. Ohne dies droht Ihnen ein extrem hohes Bildrauschen. Ebenfalls wichtig ist ein sehr guter Autofokus, der selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen noch schnell und präzise arbeitet. Außerdem ist eine geringe Schärfentiefe wünschenswert. Diese lässt sich mit lichtstarken Objektiven einer DSLR wesentlich leichter erreichen. Denn ihre größeren Bildsensoren besitzen eine deutlich geringere Schärfentiefe und ermöglichen so ein einfacheres Freistellen des Motivs. Bestens geeignet sind Zoomobjektive mit Brennweiten von 70 bis 200 mm und einer durchgängigen Lichtstärke von f/2.8. Auch mit kürzeren Festbrennweiten mit extrem lichtstarken Objektiven im Bereich bis hinunter zu f/1.4 erzielen Sie tolle Ergebnisse.

Dazu müssen Sie allerdings einen Aufnahmestandort sehr nah an der Bühne haben. Natürlich lassen sich auch mit weniger lichtstarken Objektiven wie einem 70- bis 300-mm f/4-5.6 noch gute Aufnahmen machen. Ebenso ist eine Hilfe gegen Verwackeln sinnvoll. Dies kann durch einen leistungsstarken Bildstabilisator im Objektiv oder auch in der Kamera geschehen. Gute Dienste leistet auch ein Einbeinstativ. Das bedeutet jedoch nicht, dass man mit Kompakt- oder Bridgekameras nicht auch solche Fotos machen kann. Dazu muss Ihre Kompaktkamera jedoch lichtstarke Objektive und lange Brennweitenbereiche besitzen.

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