Wer genau rechnen will, nimmt Gnumeric

06. März 2018
Achim Wagenknecht Von Achim Wagenknecht, Freeware & Open Source, News & Trends, Linux, OpenOffice, Picasa, GIMP, Multimedia ...

Das meist genutzte Programm für Berechnungen ist Excel. Das könnte ein Fehler sein. Mehrere Wissenschaftler haben untersucht, welche Tabellenkalkulation für ihre Zwecke am besten ist. Die Empfehlung ist nicht Excel.

Windows+Linux / Deutsch / Open Source. Wer wissenschaftliche Studien auswertet, muss sich darauf verlassen können, dass seine Software hundertprozentig korrekt arbeitet. Daher haben mehrere Wissenschaftler die Genauigkeit von Tabellenkalkulationen untersucht.

So haben McCullough und Heiser 2008 geprüft, ob Excel sich für wissenschaftliche Auswertungen eignet. Ergebnis: "Wer statistische Analysen durchführen will, sollte ein anderes Programm nutzen", unter anderem wegen "Microsofts andauernder Unfähigkeit, Fehler richtig zu korrigieren". Diese Unfähigkeit hatte McCullough von der Drexel Universität in Philadelphia schon 2004 dokumentiert. Aber welches Programm kann man statt Excel nehmen? Dieser Frage widmet sich Martin Gregory, Chef-Statistiker der Pharmafirma Merck, in einer Studie von 2009. Er vergleicht Excel, OpenOffice Calc und Gnumeric. Sein Fazit: "Gnumeric berechnet exakte Ergebnisse für alle getesteten Verteilungen (...). Gemessen an der Genauigkeit der Funktionen (...) ist Gnumeric die einzige Tabellenkalkulation, die empfohlen werden kann."

Gregory merkt aber auch an, dass Tabellenkalkulationen für Statistiker insgesamt problematisch sind. Das liegt unter anderem daran, dass diese Programme Formeln und Daten vermischen. Um sauber arbeiten zu können, müssen Statistiker beides aber eigentlich trennen. Nur so können Ergebnisse sinnvoll überprüft werden.

Daher nutzen Forscher für ernsthafte statistische Arbeit lieber das Programm, dessen Name nur aus einem Buchstaben besteht: R. R ist kostenlos und quelloffen, rechnet sehr genau und hält Formeln und Daten getrennt. Nachteil: Es hat keine komfortable Benutzeroberfläche.

Die wiederum bietet das SOFA. Darauf nimmt Platz, wer R zu sperrig findet. SOFA ist die Abkürzung für "Statistics Open For All". Das Akronym funktioniert auch auf Deutsch: "Statistik Offen Für Alle".

Mehr zum Thema:

LibreOffice: Gratis Installationsanleitung + Startpaket

Jetzt gratis per E-Mail

LibreOffice: Die kostenlose Alternative zu teurer Software mit allen wichtigen Office-Programmen wie Word, Excel & Co.

Sichern Sie sich jetzt kostenlos das LibreOffice Startpaket + die kostenlosen "Open-Source-Secrets" per E-Mail!

Weitere Artikel zum Thema

OpenOffice: Gratis Installationsanleitung

Jetzt gratis per E-Mail

  • + "Open-Source-Secrets" per e-Mail

DDV Qualitätsstandard E-Mail-Marketing
  • Wir benötigen Ihre E-Mail-Adresse für die Zusendung des Newsletters.
  • Wir geben Ihre E-Mail-Adresse garantiert nicht an Dritte weiter.
  • Jederzeit abbestellbar durch einen Link im Newsletter.
Unsere Experten

Rudolf Ring twittert für @Computerwissen

Die von Ihnen eingegebene E-Mail Adresse ist nicht korrekt. Bitte korrgieren Sie Ihre Eingabe und klicken Sie auf "OK":

Bitte wählen Sie mindestens einen Newsletter aus und klicken Sie auf "OK"