Überprüfen Sie Ihre Festplatte auf Fehler und lassen Sie diese korrigieren
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Überprüfen Sie Ihre Festplatte auf Fehler und lassen Sie diese korrigieren

Bei Defekten rund um den wichtigsten Datenspeicher kapitulieren die meisten Anwender schnell und greifen sofort zu einer neuen Festplatte. Das bedeutet meist Datenverlust und hohe Kosten. Doch so schnell sollten Sie die Flinte nicht ins Korn werfen, wenn

 

Ultimate Boot CD: So testen Sie Ihre Festplatte auf Fehler

Sie können die Tools der Ultimate Boot CD nutzen, um Ihre Festplatte intensiv auf Fehler zu überprüfen. Hierfür wählen Sie im Menü der Ultimate Boot CD „HDD“ und drücken Enter.

Um die grundsätzliche Funktion der Festplatte zu überprüfen, wählen Sie den Menüpunkt „Diagnosis“. Aus den vorhandenen Tools empfehle ich „GWScan V5.12“, da es im Gegensatz zu den meisten anderen Tools dieser Art zu allen Festplatten kompatibel ist.

Wählen Sie „GWScan V5.12“ aus und drücken Sie Enter. Haben Sie mehrere Festplatten im PC eingebaut, wählen Sie die zu testende Festplatte unter „Select Drive“ aus. Es stehen zwei Testarten zur Auswahl „Quick Test“ und „Extended Test“. Ich empfehle den „Extended Test“ , da er Ihnen detailliertere Ergebnisse liefert.

 

Wie Sie eine Festplatte im Schadensfall klonen und so Ihre Daten retten

Können Sie auf die Festplatte unter Windows nicht mehr zugreifen, wird diese mit dem „ATA Diagnostic Tool“ meist noch angezeigt. Sie können dann versuchen, alle Programme und Daten eins zu eins auf eine neue Festplatte zu übertragen (klonen). Dazu bauen Sie eine neue Festplatte in Ihren PC ein oder lassen dies bei einer Fachwerkstatt durchführen.

Anschließend starten Sie den PC von der Ultimate Boot CD, wählen „HDD“ und „Festplatte klonen“. Geben Sie das Quell- und das Ziellaufwerk an und starten Sie den Kopiervorgang.

 

HDDSCan: Kostenloses Analysetool zum Überprüfen der Festplatte auf Probleme

Zwar liefern einige Festplatten-Hersteller wie Western Digital und Seagate eigene Tools mit, um Festplatten auf Fehler und Probleme zu analysieren. Doch diese Tools sind nicht immer kompatibel zu Festplatten anderer Anbieter – eine Scharte, die das kostenlose „HDDScan“ auswetzt:

Wie es sich für ein Analyse-Tool gehört, können Sie sich mit HDDScan eine Vielzahl unterschiedlicher Infos zu Ihren Festplatte(n) anzeigen lassen. Hersteller, Modelnummer, Firmware-Version, Cache-Größe, Umdrehungen pro Minute und natürlich die Gesamtgröße der Platte sowie die Größe der einzelnen logischen Sektoren.

Außerdem können Sie mit HDDScan überprüfen, ob Ihre Festplatte(n) moderne Funktionen wie Energie-Management und S.M.A.R.T. unterstützen – bei S.M.A.R.T. handelt es sich um ein System zur Selbstüberwachung und Analyse von Festplatten. Dadurch lässt sich Datenverlust in vielen Fällen wirkungsvoll vermeiden.

Google hat 2006 eine Studie mit rund 100.000 Festplatten aller großen Hersteller durchgeführt. Das Ergebnis: Rund 64 Prozent aller Festplatten-Ausfälle ließen sich durch S.M.A.R.T. vorhersehen. Backups konnten also rechtzeitig angelegt werden.

HDDScan kann die S.M.A.R.T.-Informationen Ihrer Festplatte(n) anzeigen und Ihnen dadurch wichtige Infos liefern:

 

  1. Wählen Sie dazu über „Select Drive“ in HDDScan die gewünschte Festplatte aus.
  2. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „S.M.A.R.T.“ – dadurch wird Ihnen ein aktueller Report zur ausgewählten Festplatte angezeigt.
  3. Ein grünes Symbol bedeutet, dass keinerlei Probleme vorliegen. Bei einem gelben oder roten Symbol sollten Sie hingegen nach weiteren Informationen zu diesem Problem im Internet recherchieren.
  4. Außerdem sollten Sie eine Sicherheitskopie Ihrer Daten auf dieser Festplatte anlegen, falls Ihre Recherchen ergeben, dass sich die Lebenszeit der Festplatte dem Ende neigt.

Mit HDDScan können Sie Ihre Festplatte(n) unter Windows 7, Vista und XP analysieren und Fehler diagnostizieren. Außerdem können auch USB-Sticks und SSDs überprüft werden.

Download von HDDScan: http://hddscan.com