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Cloud-Lösungen für die praktische Datenspeicherung und den Zugriff von überall: Welche ist die beste?

Diese Möglichkeiten gibt es

Datensicherung ist für jeden der regelmäßig einen PC nutzt unverzichtbar. Ob das Ablegen privater Fotos, das Speichern von Dokumenten oder das Hinterlegen von Zahlungsdaten – Datensicherung ist stets fester Bestandteil. Auch für Unternehmen ist Datensicherung unerlässlich, schließlich verwalten sie nicht nur sensible Daten von Mitarbeitern, sondern auch Informationen über das eigene Geschäftsmodell, Geschäftsergebnisse, Zahlungsdaten und vieles mehr.

Während Unternehmen häufig auf professionelle Datensicherungssoftware zurückgreifen, nutzen viele Privatpersonen einen der gängigen Cloud-Anbieter. Der Begriff Cloud ist Englisch für Wolke und meint bildlich die Datenwolke im Internet, in denen Nutzer ihre Dateien ablegen können. Die Liste der Cloud-Dienstleister ist lang und zu den bekanntesten Namen unter den Cloud Computing-Anwendungen gehören:

Doch was ist eine Cloud eigentlich genau? Wie funktioniert das Speichern von Daten in der digitalen Wolke und welche Vor- und Nachteile bringt diese Art der Datensicherung mit sich?

Definition: Was ist eine Cloud und wie funktioniert sie?

Eine Cloud ist eine File Hosting-Lösung, die Nutzern die Möglichkeit zur Datenspeicherung auf zentralen Servern ermöglicht. Im Klartext heißt das, dass Sie Daten, die Sie speichern wollen, online auf dem Server eines Anbieters ablegen. Über das Internet können Sie auf diesen Server jederzeit und von überall aus zugreifen und haben so Ihre Daten jederzeit parat.

Wenn Sie regelmäßig von verschiedenen Geräten aus arbeiten oder viel auf Reisen sind, ist eine Cloud sinnvoll. Der Transport von externen Speichermedien wie CDs, USB-Sticks oder einer externen Festplatte, auf denen Ihre Daten gespeichert sind, entfällt dank einer Cloud-Lösung und Ressourcen werden gespart. Sie benötigen nur ein Endgerät mit Internetzugang und gelangen dann an Ihre Daten. Diese sind über Ihren persönlichen Account mit einem Passwort geschützt, sodass nicht jeder einfach darauf zugreifen kann.

Datensicherung dank Cloud-Backup

Auch wenn Sie immer nur von einem PC aus arbeiten, bietet Ihnen eine Cloud eine gute Möglichkeit, Ihre Daten zu speichern und somit vor Verlust zu schützen. Schließlich kann es immer zu Hardware- oder Softwareausfällen kommen, die Ihre Daten bedrohen können. Wenn Sie regelmäßig ein Backup Ihrer Daten anlegen, können Sie dies in einer Cloud Ihrer Wahl hinterlegen. So können Sie unkompliziert Daten wiederherstellen.

Diese Basisfunktionen haben die gängigen Cloud-Dienste

  • Dateien können in verschiedenen Versionen und Arten gespeichert werden
  • Alte Dateiversionen lassen sich wiederherstellen
  • Es gibt einen Papierkorb, in dem gelöschte Dateien abgelegt werden, bevor sie endgültig gelöscht werden
  • Dateien können mit anderen Nutzern geteilt werden
  • Upload und Download eigener Dateien funktioniert sowohl am Computer als auch via App über das Smartphone oder Tablet
  • Eine Synchronisation zwischen den Daten auf dem Server (online) sowie den Daten des Nutzers (offline) ist möglich
  • Dateien wie zum Beispiel Office Dokumente können in der Cloud bearbeitet werden und werden dadurch – im Falle einer Cloud-Nutzung durch mehrere Personen – allen darauf zugreifenden Personen direkt in der aktuellsten Version angezeigt
  • Personen, für die Dateien freigegeben wurden, können automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten
  • Die Zugriffsrechte auf die eigene Cloud für andere Nutzer können auf bestimmte Dateien oder Verzeichnisse limitiert werden
  • Auch wenn Daten gelöscht wurden, können automatisierte Benachrichtigungen an andere Nutzer gesendet werden
  • Konvertierung von Dateiformaten
  • Erstellen interner Links zu ebenfalls in der Cloud abgelegten Dateien

Welche Cloud ist kostenlos?

Viele der gängigen Cloud-Lösungen sind kostenlos, zumindest bis zu einem gewissen Speicherplatz. Wer mehr Speicher benötigt als den kostenlos angebotenen, muss draufzahlen. Die Menge des kostenlosen Speicherplatzes ist dabei von Anbieter zu Anbieter verschieden und auch die Staffelung der Preise hinsichtlich der Speicherplatzerweiterung ist unterschiedlich. Ein kostenloses Basis-Paket gibt es unter anderem von diesen Anbietern:

Dropbox

2 GB kostenlos

OneDrive

5 GB kostenlos

iCloud

5 GB kostenlos
Google Drive15 GB kostenlos

Magenta Cloud

10 GB kostenlos, für Telekom-Kunden 25 GB

E-Post Cloud

30 GB kostenlos
Mega50 GB kostenlos

Viele Cloud-Anbieter bieten Ihnen außerdem direkt an, die Anwendung auf Ihren Computer zu laden. Das hat den Vorteil, dass Sie sie in Ihre Ordnerstruktur integrieren können und Daten direkt dorthin verschieben und speichern können ohne, dass Sie jedes Mal über den Browser gehen müssen.

Wer einen Mac kauft, hat zum Beispiel die iCloud als Anwendung direkt integriert und gleiches gilt auch für OneDrive bei Nutzern von Windows-Rechnern. Sobad die Cloud eingerichtet und die Anmeldung bestätigt wurde, können Sie sie nutzen und Ihre Daten darin ablegen.

Die Vor- und Nachteile einer Cloud

Die Vorteile einer Cloud: Daten können bequem gespeichert und von überall aus wieder abgerufen werden. Die Gefahr Daten zu verlieren sinkt und auch der Transport und die Aufbewahrung externer Speichermedien werden überflüssig. Außerdem ist die Nutzung erst einmal kostenlos und wer zum Beispiel mehr als die von Dropbox angebotenen kostenlosen 2 GB benötigt, kann sich noch zusätzliche Dienste wie die E-Post Cloud einrichten und hat somit dann schon insgesamt 32 GB zur Verfügung.

Cloud-Lösungen bieten jedoch auch Nachteile. Schließlich werden die Daten auf fremden Servern gespeichert, wodurch Sie die Kontrolle darüber abgeben. Datenlecks sind zwar selten aber passieren immer mal wieder, so zum Beispiel im Jahr 2014, als vier Männer die iCloud gehackt haben und Daten sowie private Fotos unter anderem auch von Hollywood-Stars an die Öffentlichkeit gelangten. Eine 1000-prozentige Sicherheit gibt es beim Speichern der Daten auf externen Servern nicht, weshalb Sie besonders mit sensiblen Daten wie Zahlungsinformationen vorsichtig sein sollten.

Ein weiterer Nachteil vieler Cloud-Lösungen ist, dass Anbieter wie Dropbox, iCloud oder OneDrive ihre Rechenzentren in den USA haben. Sie unterliegen somit auch dem US-amerikanischen Datenrecht, was durchlässiger ist als das deutsche beziehungsweise europäische. So schreibt zum Beispiel Microsoft in seinen Nutzungsbestimmungen zu OneDrive explizit, dass die gespeicherten Daten auf den Servern automatisiert zum Beispiel auf Kinderpornografie gescannt werden.

2 Tipps, um die Sicherheit bei der Datensicherung via Cloud zu erhöhen

Daten für die Cloud verschlüsseln

Eine Lösung, um die Daten in der Cloud noch sicherer zu machen kann sein, die Daten vor dem Sichern zu verschlüsseln. Dies ist mit zusätzlichen Software-Programmen wie zum Beispiel Boxcryptor möglich, das Sie kostenlos herunterladen können. Durch die Verschlüsselung sichern Sie sich vor einem Datenhack der Cloud zusätzlich ab und machen sensible Daten für Unbefugte noch schwerer zugänglich.

Eine der genannten Cloud-Lösungen hebt sich deutlich von den anderen ab. Nextcloud bietet seinen Nutzern im Gegensatz zu DropboxiCloud oder OneDrive die Möglichkeit, die Daten auf den eigenen Servern abzulegen. Nextcloud stellt die Software zur Verfügung, um diese Daten von überall aus abzurufen, aber den Speicherplatz stellen die Nutzer selbst. Webhosting nennt sich dies und ist zum Beispiel über Strato, webgo oder HostEuropa möglich. Dementsprechend kann für diesen Anbieter auch keine Speicherplatzbegrenzung genannt werden, da diese von der jeweiligen Webhosting-Plattform und ihren Leistungen abhängt.

Mit Nextcloud haben Sie Ihre eigene Cloud und müssen Ihre Daten nicht mehr aus den Händen geben. Sogar ohne Nextcloud können Sie Ihre Daten speichern und mit anderen teilen, indem Sie sich selber Ihre eigene Foto-Cloud gestalten.

Cloud Computing für Unternehmen

Cloud Computing ist nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Geschäftskunden eine spannende Option. So gibt es Anbieter, die Unternehmen vollwertige IT-Lösungen ermöglichen, ohne dass diese eigene Rechenzentren oder Server benötigen. Je nach Anspruch an die benötigte Rechenleistung werden dabei drei Lösungen unterschieden:

Iaas: Infrastructure as a Service (IaaS) ist eine Möglichkeit für Unternehmen, IT-Ressourcen zu nutzen, ohne diese selber anschaffen zu müssen. Ob Prozessoren, Speicherplatz oder ein Netzwerk – im virtuellen Rechenzentrum der Cloud lässt sich alles beliebig hinzufügen und wieder entfernen. Den Prozess übernimmt der Cloud-Anbieter, was es für Unternehmen deutlich einfacher macht. IaaS ist die Basis des Cloud Computings, auf der alles Weitere aufbaut.

Paas: Platform as a Service (PaaS) baut auf IaaS auf. Wenn Kunden sich bei einem Anbieter für IaaS entschieden haben, erhalten Sie die nötige Infrastruktur, wie zum Beispiel Middleware, um Daten zu speichern, Betriebssysteme sowie Dienste zur kollaborativen Arbeit oder für die Kommunikation zwischen Anwendungen.

Saas: Software as a Service (SaaS) bedeutet, dass der Anbieter alle IT-Anforderungen erfüllt und Nutzer von den Anwendungen profitieren können. Der Anbieter verwaltet, hostet und liefert die Infrastruktur mit all ihren Funktionen. Nutzer müssen sich nur noch einloggen und können direkt loslegen, Dateien sichern, Backups anlegen und Daten wiederherstellen.

4 Cloud-Lösungen – 4 Funktionsweisen

Um besser zu verstehen, wie die einzelnen Cloud-Speicher funktionieren, hilft ein Überblick über verschiedene Lösungen wie sie zum Beispiel von Google, Samsung oder der Telekom angeboten werden.

1. Magenta Cloud – die Cloud der Deutschen Telekom

Die Magenta Cloud der Telekom (ehemals „Mediencenter“) ist ein typischer Onlinespeicher-Dienst mit allen gängigen Funktionen. Im Vergleich zu US-amerikanischen Anbietern wie Dropbox oder iCloud befinden sich die Server in Deutschland und sind vom TÜV auf ihre Sicherheit hin geprüft. Fotos, Videos, Musik, Dokumente und sonstige Dateien können in der Magenta Cloud abgelegt werden – der Zugriff ist von jedem Endgerät möglich, die einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.

Magenta Cloud: So melden Sie sich an

Um die Magenta Cloud zu nutzen, müssen Sie nicht zwingend Telekom-Kunde sein und dort Ihren Mobilfunk-, Festnetz- oder Internetvertrag abgeschlossen haben. Gehen Sie auf https://magentacloud.de/ und melden Sie sich darüber an.

Wenn Sie über einen Telekom-Vertrag verfügen, haben Sie in der Regel auch einen Telekom Login, mit dem Sie sich nun registrieren können.

Doch auch ohne den Telekom Login können Sie sich mit wenigen Klicks ein Cloud-Konto anlegen, indem Sie auf „Nein, ich habe keinen Festnetz- oder Mobilfunk-Vertrag“ und anschließend auf „Telekom Login erstellen“ klicken. Geben Sie dann Ihre Daten ein und bestätigen Sie Ihre Anmeldung.

Magenta Cloud einrichten und ins Netzwerk einbinden

Um nicht immer über den Browser auf die Cloud zugreifen zu müssen, können Sie sie als Netzlaufwerk in Ihren Computer einbinden. Mit jedem Mal, dass Sie die Cloud dann anklicken, synchronisiert die Online-Cloud mit Ihrem Rechner und zeigt Ihnen Ihre Dateien und Ordner direkt im Datei-Explorer an.

Falls Ihr PC mal keine Internetverbindung hat, sollten Sie die Magenta Cloud Software installieren. So können die Dateien aus der Cloud mit Ihrem PC synchronisiert werden, auch wenn Sie offline sind.

Diese Software benötigen Sie auch, wenn Sie ganze Ordner in die Magenta Cloud hochladen wollen. Über den Browser gibt es diese Funktion nämlich nicht. Auf Ihren Computer wird nach dem Download der Magenta Cloud Software ein Ordner für die Cloud erstellt. In diesen können Sie Ihre Ordner dann einfach hineinkopieren und sparen sich das zeitraubende Anklicken einzelner Dateien.

Für Ihr mobiles Gerät können Sie sich die Magenta Cloud-App herunterladen und so von Ihrem Smartphone oder Tablet jederzeit bequem auf Ihre Daten zugreifen oder neue hinzufügen.

WLAN nutzen statt Datenvolumen

Wenn Sie die Cloud über Tablet oder Smartphone nutzen, seien Sie sich darüber im Klaren, dass Ihr Datenvolumen aufgebraucht wird, um Dateien aus Ihrer Cloud oder in Ihre Cloud zu übertragen. Nur weil Sie gegebenenfalls einen Telekom-Tarif haben, heißt das nicht, dass Sie für die Cloud-Nutzung keine Daten verbrauchen. Verbinden Sie sich daher am besten immer mit dem WLAN, wenn Sie Daten in Ihre Cloud transferieren.

Dateien teilen und synchronisieren

Über die Magenta Cloud können Sie Ihre Daten mit anderen Nutzern teilen. Durch die laufende Synchronisation der Daten kann jederzeit die aktuellste Version einer Datei aufgerufen werden. Um Dateien, Dokumente oder Ordner zu teilen, klicken Sie einfach auf das Häkchen neben Ihren Dateien und dann auf „Freigeben“. Anschließend erscheint ein automatisch generierter Link, der an die andere Person gesendet werden kann. Für noch mehr Sicherheit lässt sich den zu übermittelnden Daten noch eine Verschlüsselung, zum Beispiel durch einen Passwortschutz hinzufügen, sodass diese auch wirklich nur von der Zielperson geöffnet werden können.

So viel Speicherplatz haben Sie in der Magenta Cloud

10 GB stehen Ihnen kostenlos zur Verfügung, um Ihre Daten zu sichern. Wenn Sie Telekom-Kunde sind, erhalten Sie insgesamt 25 GB kostenlos für Ihre Daten. Der Speicher lässt sich jedoch auch noch auf bis zu 5.000 GB erweitern. Je nach gebuchter Datenmenge kostet die Erweiterung zwischen 2 Euro (für 50 GB) und 39 Euro pro Monat (für 5.000 GB).

Magenta Cloud Business

Die Cloud-Lösung der Telekom gibt es auch für Geschäftskunden. Sie ermöglicht die Nutzung von IT-Ressourcen und Dienstleistungen, Geschäftsanwendungen und Premium Services. Alle Anforderungen an IaaS, PaaS und SaaS können über die Magenta Cloud abgedeckt werden.

2. Google Cloud – Speicherplatz beim Suchmaschinen-Giganten

Die Google Cloud ist das Filehosting-Angebot des Tech-Riesen und richtet sich primär an Unternehmen. Für Privatnutzer eignet sich eher Google Drive. Von der Google Cloud Platform (GCP) profitieren:

  • Selbstständige
  • Kleine Unternehmen
  • Mittelständler
  • Große Konzerne

Vollwertige IT-Lösung für alle Bedürfnisse

Für sie bietet die Google Cloud komplexe Lösungen an wie zum Beispiel ganze Netzwerk-Infrastrukturen, IT-Sicherheitslösungen, Entwickler-Tools, um zum Beispiel skalierbare Anwendungen zu entwickeln, Big-Data-Optionen und natürlich Cloud-Speicher.

Die Google Cloud deckt dabei alle Ansprüche an eine vollwertige IT-Lösung ab: IaaS, PaaS und SaaS. Weitere Services der Google Cloud Platform sind:

  • Compute-Engine
  • Die Vernetzung von Computern
  • Online-Datenbanken und die Speicherung von Daten
  • Künstliche Intelligenz
  • Management Tools
  • Analyse von Daten über BigQuery

So erreichen Sie die Google Cloud

Die Plattform der Google Cloud erreichen Sie über diesen Link: https://cloud.google.com/ Dort können Sie Ihren Login durchführen. Über das eigene Google Konto lässt sich die Cloud ebenfalls aufrufen.

Komplexes Angebot, komplexe Preise

Die Preise für den Speicherplatz in der Cloud sind aufgrund der Komplexität der Anwendungen ebenfalls deutlich variabler aufgebaut. Je nachdem welche Dienste und Tools des Google Cloud Computings Sie nutzen, wird unterschiedlich abgerechnet. Falls sie zum Beispiel Vorgänge nutzen und Objekte in Ihre Speicher eintragen, berechnet sich der Preis anders als wenn sie Dateien ablegen. Auch von Ihrer jeweiligen Speicherklasse und dem jeweiligen Standort hängt der Preis ab.

So wird die Datenspeicherung mit 0,026 US-Dollar pro GB berechnet, zumindest im „50 GB Standard Storage“-Paket. 10.000 Vorgänge der Klasse A kosten 0,05 US-Dollar und 10.000 Vorgänge der Klasse B kosten 0,004 US-Dollar. Sie sehen, die Google Cloud ist für Privatpersonen zu umfangreich und beinhaltet zu viele Funktionen, die Sie gar nicht benötigen. Besser fahren Sie mit Google Drive – der Cloud-Lösung von Google für Privatpersonen.

3. Google Drive – die Google Cloud für Privatnutzer

Google Drive funktioniert ähnlich wie Dropbox oder die Magenta Cloud: Sie erhalten 15 GB kostenlosen Speicherplatz und können dann in Ihrer digitalen Wolke Musik, Fotos, Videos, Dokumente und andere Dateien ablegen. Ihre Daten können Sie auch mit anderen teilen, die Freigabe erfolgt ganz einfach per Link. Der Speicher lässt sich auf Wunsch sogar erweitern.

Um Google Drive zu nutzen, benötigen Sie nur einen Google Account. Eine zusätzliche Registrierung für den Dienst entfällt. Loggen Sie sich einfach in Ihr Google Konto ein und schon können Sie Google Drive nutzen. Google Drive ist sowohl über den Computer als auch über mobile Endgeräte zugänglich.

Über https://drive.google.com/drive/my-drive gelangen Sie zu Ihrer Google Drive-Cloud und können dort sehen, welche Dateien Sie abgelegt haben oder was andere für Sie freigegeben haben.

Laden Sie sich einfach die Google Drive App herunter (Android oder iOS), um von Ihrem Smartphone oder Tablet Zugang zur App zu haben. So können Sie von überall aus ein Backup Ihrer Fotos, Notizen oder Dateien anlegen und haben Ihre Daten selbst bei einem Verlust des Telefons stets geschützt.

Google Drive: Dateien sichern und wiederherstellen

Google Drive ist dazu da, Ihre Daten zu sichern und Ihnen die Möglichkeit zu geben, sie wiederherzustellen, falls Ihr Computer beschädigt oder gehackt wird. Es kann jedoch auch passieren, dass die Daten in Ihrer Cloud abhanden kommen und Sie diese wiederherstellen wollen.

Der Vorteil der Integration von Google Drive als Laufwerk in das eigene Netzwerk ist, dass Sie auf Ihrem Computer auch direkt ein Backup Ihrer Cloud-Daten haben, falls diese gelöscht oder gehackt werden sollten.

Wenn Sie Dokumente in Ihrer Cloud einmal gelöscht haben, bietet Ihnen Google selbst keine Möglichkeit an, sie wieder herzustellen. Es gibt jedoch eine Lösung. Mit der externen Software Spinbackup können Sie Ihre Daten täglich in Ihrer Cloud sichern und einem Verlust entgegenwirken. Mit einem Klick sind Ihre Dateien wiederhergestellt und das alles komplett kostenlos.

So können Sie Dateien herunterladen oder löschen

Wenn Sie Dateien aus Ihrer Google Drive-Cloud herunterladen wollen, können Sie das sowohl über die App auf Ihrem Smartphone als auch am Computer.

Für iPhone und iPad: Öffnen Sie die Google Drive App und klicken Sie auf die drei Punkte neben der Datei, die Sie herunterladen wollen. Wählen Sie dann „Öffnen in“ -> „in Dateien speichern“ und dann „Speichern“, nachdem Sie Ihren Speicherort ausgewählt haben. Wollen Sie die Datei in einer anderen App öffnen, gehen Sie auf „Öffnen in“ und wählen Sie dann die App.

Für Android-Geräte: Öffnen Sie die Google Drive App auf Ihrem Smartphone oder Tablet, wählen Sie die Datei aus, die Sie herunterladen wollen und klicken Sie dann auf das Dreipunkt-Menü. Wählen Sie „Herunterladen“ aus und schon wird die Datei auf Ihr Gerät geladen.

Für Computer: Um Dateien am PC herunterzuladen, gehen Sie zu drive.google.com. Klicken Sie anschließend auf die Datei oder markieren Sie gleich mehrere Dateien, indem Sie auf Strg (Windows) oder die Befehlstaste (Mac) drücken. Klicken Sie anschließend die rechte Maustaste und wählen Sie „Herunterladen“ aus. Das direkte Ziehen von Dateien aus der Cloud auf ihren Desktop funktioniert nicht.

Über das Dreipunkt-Menü können Sie übrigens nicht nur das Herunterladen von Dateien auswählen, sondern auch das Löschen. Die Datei wird dabei nicht direkt endgültig entfernt, sonder erst einmal in den Papierkorb verschoben. Daraus können Sie sie auch wiederherstellen. Erst wenn Sie den Papierkorb löschen, ist Ihre Datei endgültig entfernt.

So viel Speicher bietet Ihnen Google Drive

15 GB Speicher sind kostenlos. Wenn Ihnen das nicht genügt, können Sie Ihren Speicher für 1,99 Euro monatlich um 85 GB auf insgesamt 100 GB erhöhen. 200 GB erhalten Sie für 2,99 Euro pro Monat. Die Buchung der kostenpflichtigen Erweiterung erfolgt über Google One.

Wie viel Speicherplatz Sie In Ihrer Google Drive-Cloud bereits belegen, können Sie sich anzeigen lassen. Loggen Sie sich einfach in Ihrer Cloud über den Browser ein: https://drive.google.com/drive/my-drive. Links in der Leiste sehen Sie dann, wie viel Speicher Sie bereits genutzt haben und wie viel Speicher noch frei ist. Auch gelangen Sie dort direkt zu den Optionen, wenn Sie zusätzlichen Speicher kaufen wollen.

Speicherplatz in Google Drive freigeben

Wenn Ihr Speicher belegt ist, können Sie Speicherplatz freigeben, indem Sie Dateien löschen. Sehen Sie auch immer im Papierkorb nach, ob dieser gelöscht ist. Sie können auch prüfen, ob noch irgendwo verborgene Daten in Ihrer Cloud gespeichert sind:

  1. Rufen Sie dafür drive.google.com auf Ihrem Computer auf.

  2. Gehen Sie auf „Einstellungen“.

    Öffnen Sie die Einstellungen in Google Drive
  3. Klicken Sie auf „Apps verwalten“.

    Klicken Sie jetzt auf "Apps verwalten"
  4. Am Wert unter der App-Beschreibung sehen Sie, ob sich irgendwo verborgene Dateien befinden.

4. Samsung Cloud – Backups und Datensicherung auf dem Smartphone

Wer ein Samsung Tablet oder Smartphone kauft, hat automatisch Zugriff auf die Samsung Cloud. Die App ist auf den Geräten vorinstalliert und Nutzer müssen sich nur noch registrieren. Für Nicht-Samsung-Nutzer ist die Cloud nicht geeignet, wer aber ein Samsung-Gerät hat, profitiert von einigen nützlichen Funktionen.

Unter „Konten und Sicherung“ findet sich die Samsung Cloud auf dem Smartphone. In ihr lassen sich Fotos und Videos vom Telefon sichern, aber auch Einstellungen und App-Daten des Smartphones. Falls das Handy also mal geklaut wird, sind die wichtigsten Daten online hinterlegt. Auch beim Wechsel des Smartphones macht es die Samsung Cloud ihren Nutzern leicht. Doch nicht nur im Sinne eines Backups ist die Samsung Cloud sinnvoll. Auch für den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Samsung-Geräten wie zum Beispiel einem Smartphone und einem Galaxy-Tablet ist die Cloud praktisch.

Da die Samsung Cloud überwiegend für das Erstellen von Backups sowie das Sichern und Wiederherstellen von Daten gedacht ist, ist sie nicht dafür geeignet, beliebige Dateien darin abzulegen und von überall aus wieder abzurufen. Sie richtet sich tatsächlich in erster Linie an die Nutzer von Samsung-Geräten, die auf diese Weise eine bequeme Option haben, ihre Daten zu sichern.

Samsung Cloud: Einrichten und Login

Um die Samsung Cloud einzurichten, können Sie sich entweder über den Browser oder über das Smartphone anmelden und ein Samsung Konto einrichten. Unter „Einstellungen“ -> „Konten und Sicherung“ -> „Samsung Cloud“ können Sie direkt an Ihrem Smartphone die nötigen Einstellungen vornehmen und sich auch immer wieder auf genau diesem Wege in Ihre Cloud einloggen.

Fotoverwaltung in der Samsung Cloud

Die Verwaltung von Fotos ist eines der zentralen Elemente der Samsung Cloud, die Möglichkeiten sind jedoch rudimentär. Eine Sortierung nach Personen oder ähnlichem ist nicht möglich und auch das Teilen der Fotos mit einem Link gelingt nur nach dem Einrichten verschiedener Erweiterungen. Hier sind Lösungen wie Dropbox, Google Drive oder iCloud deutlich vielfältiger im Angebot.

Seit 2019 kooperiert Samsung eng mit Microsoft, sodass Nutzer ihre Galerie-App automatisch mit OneDrive verbinden können.

So funktioniert der Zugriff auf die Cloud über den PC

Lange Zeit war der Zugriff über den PC auf die Samsung Cloud nicht möglich. Nutzer konnten nur über ihr Mobilgerät in die Cloud gehen und sich dort einen Überblick über ihre gespeicherten Daten verschaffen. Seit 2018 ist es auch möglich, über den PC auf die Cloud zuzugreifen. Dies erleichtert die Handhabung und sorgt für mehr Möglichkeiten.

Um zu sehen, welche Dateien in der Samsung Cloud gespeichert sind, loggen Sie sich am besten über das Web Interface der Cloud ein: https://support.samsungcloud.com/#/login Beachten Sie, dass Sie dafür die Datensicherung über Samsung Cloud auf Ihrem Smartphone oder Tablet eingeschaltet haben müssen. Mit den Zugangsdaten zu Ihrem Samsung-Account können Sie sich dann in die Cloud einloggen und dort Ihre gespeicherten Daten ansehen und herunterladen. Auch sehen Sie dort, wie viel Speicherplatz Sie bereits belegt haben und wie viel noch frei ist.

Wenn Sie das erste Mal die Samsung Cloud über den PC öffnen, wird eine Zwei-Schritt-Verifizierung nötig und Sie müssen nicht nur Ihr Passwort eingeben, sondern erhalten auch noch per SMS einen Code auf Ihr Handy gesendet. Dies dient der Sicherheit. Nach der ersten Registrierung am PC können Sie die Zwei-Schritt-Verifizierung für das nächste Einloggen ausschalten. Melden Sie sich an einem anderen PC an, bekommen Sie wieder einen SMS-Code geschickt.

Zugriff über den PC: Hier finden Sie Ihre Daten in der Cloud

  • Unter „A – Galerie“ finden Sie Ihre gespeicherten Fotos und Videos.
  • Unter „B – Gerätesicherungen“ können Sie einsehen, für welches Ihrer Samsung-Geräte ein Backup in der Cloud erstellt wurde.
  • Unter „C – Andere synchronisierte Daten“ sehen Sie, welche Daten aus Apps in der Cloud gespeichert wurden.
  • Unter „D – Samsung Cloud Drive“ können Sie einsehen, welche sonstigen Dateien Sie von Ihrem Smartphone oder Tablet hochgeladen haben, um von überall aus darauf zuzugreifen.
  • Unter „E – My Knox und sichere Ordner“ können Sie besonders schützenswerte Dateien und sensible Daten ablegen.

Kosten und Speicherplatz

5 GB erhalten die Nutzer der Samsung Cloud nach der Einrichtung kostenlos, wenn sie ihren Account nach dem 1. Juni 2019 erstellt haben. Wer seinen Samsung-Accoung vor dem 01. Juni 2019 erstellt hat, dem stehen 15 GB kostenloser Speicher zur Verfügung. Eine Erweiterung des Speicherplatzes kostet Geld:

  • 0,99 Euro pro Monat für 50 GB
  • 2,99 Euro pro Monat für 200 GB

Falls Sie die Cloud nicht komplett deaktivieren wollen, können Sie Ihre persönlichen Optionen zur Synchronisation auswählen.

Fazit: Cloud-Lösungen sind praktisch für die Datensicherung

Wer regelmäßig mit Computern und Daten arbeitet, kommt um die Nutzung einer Cloud nicht herum. Das Speichern der eigenen Daten auf zentralen Servern ermöglicht einen unkomplizierten Zugriff von überall zu jeder Zeit. Die Anschaffung und der Transport von externen Speichermedien entfallen und die Datensicherung wird sehr bequem. Wer seine Dateien nicht auf US-amerikanischen oder generell fremden Servern speichern möchte, wie es bei vielen Cloud-Anbietern der Fall ist, kann auch eigenen Server nutzen, zum Beispiel über Nextcloud. Bequemer sind Varianten wie Dropbox, iCloud, Microsoft OneDrive oder Google Drive. Sie alle eignen sich besonders für Privatpersonen, die ihre persönlichen Daten speichern wollen. Für Firmen bietet zum Beispiel Google ein weitaus komplexeres System an und stellt auf Wunsch die komplette Infrastruktur für eine Firmen-IT zur Verfügung, inklusive Datenbanken, Entwickler- und Management-Tools sowie Big-Data-Lösungen.

Bei allen Cloud-Anbietern ist ein gewisser Basisspeicherplatz kostenfrei und kann dann für geringe Beträge im Monat erweitert werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte und die eigenen Daten maximal schützen will, kann sie vor dem Speichern in einer Cloud noch verschlüsseln, zum Beispiel mit der Boxcryptor-Software. Empfehlenswerte Angebote für Privatpersonen sind neben Dropbox, OneDrive und iCloud die Magenta Cloud sowie Google Drive. Etwas reduzierter im Funktionsumfang ist die Samsung Cloud, die primär der Sicherung der Daten eines Samsung-Telefons dient. Die Google Cloud richtet sich in erster Linie an Unternehmen, für Privatpersonen genügt die Google Drive-Variante.