Schutz, Firewall, Angriffe, Software
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Internetsicherheit – so schützen Sie sich besser beim Surfen im Netz

Diese Tipps bringen Sie weiter

Internetsicherheit ist ein breit gefächertes Thema, das von der Sicherheit in sozialen Netzwerken bis zur Internetsicherheit für Kinder reicht. Die zentrale Frage lautet dabei: Wie kann ich mich oder meine Nächsten vor Gefahren aus dem Netz schützen?

Welche Gefahren gibt es bei der Internetnutzung?

Wer im Internet surft, einkauft, spielt oder kommuniziert, ist verschiedenen Gefahren ausgesetzt.

  • Mobbing: Durch die Preisgabe persönlicher Daten besteht im Netz, aber vor allem in sozialen Netzwerken die Gefahr, Opfer von Mobbing durch andere zu werden. Auch Cyberstalking ist im Netz möglich.
  • Identitätsdiebstahl: Kriminelle können Ihre persönlichen Daten stehlen und mit Ihrer Identität Waren kaufen oder in Ihrem Namen Straftaten begehen.
  • Viren/Malware: Jedes internetfähige Gerät kann mit Viren infiziert werden oder Malware verbreiten.
  • Erpressung: Über sogenannte Ransomware könnten Sie erpresst werden. Kriminelle sperren bzw. verschlüsseln dann zum Beispiel Ihren Rechner und verlangen für die Freigabe ein Lösegeld.
  • Phishing: Hier stehlen Kriminelle Passwörter für Ihr Online-Banking und räumen Ihre Konten leer.

Die meisten Gefahren lassen sich unter dem Stichwort Cyberkriminalität fassen. Dabei handelt es sich um strafbare Handlungen, die Sie anzeigen können und die auch von der Polizei verfolgt werden.

Achtung Cyberkriminelle: Hier lauern Sicherheitslücken

Es gibt viele Einfallstore für Cyberkriminelle.

  • Computer: Ihr Computer kann über eine unzureichend geschützte Firewall oder über veraltete Software angegriffen werden.
  • Smartphone: Hacker können mit Hilfe gefakter Apps oder Anwendungen von Drittanbietern Zugriff auf Ihr Handy bekommen.
  • Smart Home: Jedes Gerät in Ihrem Smart Home kann aufgrund von unzureichendem Schutz für den Zugriff auf Ihre Daten genutzt werden.
  • Router: Mit Hilfe von installierter Schadsoftware kann Ihr Internetrouter zur Sicherheitslücke werden.
  • veraltete Software: Wenn Sie Software verwenden, die schon lange nicht mehr aktualisiert wurde, weißt diese in der Regel viele Sicherheitslücken auf, die von Hackern ausgenutzt werden.
  • Ihr Verhalten: Wenn Sie selbst unvorsichtig mit Ihren persönlichen Daten, Bankingdaten oder Passwörtern umgehen, riskieren Sie, Opfer von Cyberkriminalität zu werden.

10 praktische Tipps für mehr Internetsicherheit

Mit diesen Tipps erhöhen Sie Ihre eigene Internetsicherheit.

  1. Geben Sie persönliche Informationen nur in Maßen preis. Ganz gleich, ob Sie im Social Web aktiv sind oder Daten in einem Online-Shop hinterlegen. Geben Sie nur die nötigsten Daten an.
  2. Prüfen Sie Datenschutzeinstellungen. Ob auf Facebook, in Ihren Smartphone-Apps, Ihrem Google-Account oder beim Online-Shopping. Schauen Sie immer genau hin, wenn es um Datenschutz geht. Datenschutz beginnt bereits beim regelmäßigen Löschen des Suchverlaufs in Ihrem Browser.
  3. Hinterfragen Sie Ihre Surfgewohnheiten. Auch wenn manche Angebote im Netz verlockend sein mögen. Prüfen Sie genau, auf welchen Link Sie klicken oder in welchem Shop Sie einkaufen. Sehr wichtig ist vor allem bei Online-Shops ein Blick ins Impressum. Gibt es keines oder stehen dort falsche Angaben, sollten Sie den Shop verlassen. Online-Shops, die nur mit Vorkasse arbeiten, sind ebenfalls nicht zu empfehlen.
  4. Surfen Sie möglichst nicht über öffentliches WLAN. Nutzen Sie offene WLAN-Verbindungen besteht immer die Möglichkeit, dass Dritte ungewollt mitlesen oder sich in Ihren Rechner oder Ihr Smartphone hacken können. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollten Sie aber in öffentlichen WLAN-Netzen keine Bankdaten oder Logindaten verwenden.
  5. Seien Sie vorsichtig bei Dateidownloads. Laden Sie Dateien aus dem Internet nur von seriösen Quellen herunter. Bei Antivirus ist es wie bei jeder Software zu empfehlen, die Programme nur von den Seiten der Hersteller herunterzuladen. Das gilt auch für Apps. Diese sollten Sie nur aus dem jeweiligen App-Store Ihres Betriebssystems herunterladen, also aus dem AppleApp Store und dem AndroidPlay Store.
  6. Nutzen Sie starke Passwörter. Leider gibt es immer noch zu viele Nutzer, die einfachste Passwörter verwenden wie 12345 oder asdf. Um diese Passwörter zu knacken, muss man kein Profi sein. Mit einem schwachen Passwort machen Sie es Kriminellen leicht. Wählen Sie am besten ein Passwort, das Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben enthält. Empfehlenswert sind auch Passwortgeneratoren.
  7. Kaufen Sie nur über SSL-Verbindungen ein. Achten Sie beim Online-Shopping darauf, dass der Shop über https erreichbar ist. Die SSL-Verschlüsselung hat den Vorteil, dass Dritte nicht mitlesen können. Sie erkennen diese Verbindungen am Schlüsselsymbol in der Browserleiste.
  8. Achten Sie auf Ihre Aktivitäten in Social Media. Wählen Sie mit Bedacht aus, welche Seiten Sie liken, was Sie posten oder an Bildern veröffentlichen. "Das Internet vergisst nicht". Ein Bild, das einmal im Netz ist, wird nicht so schnell wieder daraus verschwinden.
  9. Akzeptieren Sie am besten nur Freundschaftsanfragen von Menschen, die Sie auch im realen Leben kennen. Das Hacken von Social Media Profilen gehört zu den kriminellen Machenschaften von Hackern. Sie erlangen häufig Zugriff über Fake-Profile. Halten Sie es wie im echten Leben. Hier würden Sie auch nicht mit jeder x-beliebigen Person Freundschaft schließen, nur weil sie Sie darum bittet.
  10. Halten Sie Software und Virenschutz aktuell. Veraltete Betriebssysteme, alte Versionen von Virenschutzprogrammen oder anderer Software sind ein perfektes Einfalltor für Malware oder andere Angriffe durch Cyberkriminelle. Sie schützen sich am besten, wenn Sie immer alle aktuellen Patches und Updates installieren.

Zusatztipp:Erhöhen Sie die Browsersicherheit, indem Sie Flash deaktivieren.

An wen kann ich mich bei Internetkriminalität wenden?

Wenn Sie Opfer von Internetkriminalität geworden sind, können Sie sich an die Polizei wenden. Sie können entweder die 110 wählen oder direkt zu nächstgelegenen Polizeidienststelle gehen. Dort werden Sie bei Cyberkriminalität an Spezialisten für diese Verbrechen vermittelt.

Fazit: Internetsicherheit fängt beim eigenen Verhalten an

Sie können Ihre Internetsicherheit bereits mit Ihrem Verhalten erhöhen. Wer mit Vorsicht im Web unterwegs ist, seine Software aktuell hält und mit persönlichen Daten umsichtig handelt, macht die Hürden für Cyberkriminelle höher.