Sicherheit im Internet: Diese Gefahren lauern im Netz

26. Dezember 2012

Wer im Internet unterwegs ist und vielleicht nicht unbedingt zu der Generation gehört, die damit täglich konfrontiert und somit aufgewachsen ist, geht meistens viel zu unbeschwert mit dem weltweiten Netz um.

Sicherheit im Internet ist, wie die Zeit berichtet, zwar auch immer wieder im Bundestag ein wichtiges Thema, allerdings lauern im World Wide Web auch eine Handvoll Gefahren, die gesetzlich nicht umfänglich geregelt werden können oder aber es sind und trotzdem nicht verhindern, dass sich diese Gefahren realisieren. Das Internet bietet insbesondere für kriminelle Machenschaften eine breite Bühne, wobei sich Gauner häufig die Anonymität und Naivität mancher User zunutze machen. Welche Gefahren es gibt und wie Sie diese gekonnt umschiffen, verraten die folgenden Zeilen.

Das Internet erfreut sich immer noch zunehmender Beliebtheit

Zunächst einmal muss man zum besseren Verständnis der verschiedenen Gefahren im Internet verstehen, warum das Internet für Kriminelle aller Sparten von so großem Interesse ist. Die Vorteile des Internets werden dann im Handumdrehen zu gewichtigen Nachteilen. Die wahrscheinlich größten davon: Das Internet ist nahezu immer und überall verfügbar, es nutzen zunehmend alte Leute und die jüngeren Generationen wachsen ohnehin mit Facebook, WhatsApp und Co. auf. Was macht das Internet attraktiv? Es beinhaltet

  1. Informationen aller Art,
  2. es ist mittlerweile nur noch mit geringen monatlichen Kosten verbunden und
  3. es ist sozial verbreitet.

Wer nicht Teil von Facebook ist, gehört nur noch zu einer Minderheit, die mitunter nicht einmal Zugriff zu Materialien und Informationen hat, die zum Beispiel für die Ausbildung oder Universität benötigt werden. Neben Informationen und sozialen Aspekten ist das Internet auch extrem komfortabel. Da nur wenige Menschen den Router überhaupt abschalten und auch mobiles Internet Hochkonjunktur hat, ist es im Handumdrehen erreichbar. Zur Unterhaltung eignet es sich ebenfalls ganz hervorragend, ganz egal, ob es sich um YouTube oder nur ein simples Browser-Game handelt. Kurz: Das Internet bietet eine Bühne für jedermann und somit auch perfekte Bedingungen für breit angelegte Kriminalität.

Beim Online-Banking ist ganz besondere Vorsicht geboten

Internet-Kriminalität findet sich natürlich, wer hätte es gedacht, vorrangig dort, wo Geld im Spiel ist. Das Thema Online-Banking ist für viele Personen deswegen attraktiv, weil es Bankgeschäfte von zu Hause ermöglicht, sodass man nur noch in die Bank fahren muss, um Kontoauszüge abzuholen. Beim Online-Banking schlummern dennoch mehrere Tücken, aber selbst eine Kreditkartenzahlung ist gemäß Verivox mit Gefahren verbunden. So ist es zum Beispiel besonders beliebt, unter Vorgabe der Echtheit der Seite in Wahrheit nur persönliche Daten abzufischen und diese für eigennützige Abbuchungen zu missbrauchen. Mitunter geschieht dies, indem eine harmlos aussehende Mail zugeschickt wird, die vom Titel und vom Absender her durchaus seriös klingt. Im Betreff aber ist oftmals gewünscht, dass Sie

  • Ihr Konto verifizieren,
  • Ihre Daten erneut eingeben,
  • Ihr Passwort ändern oder
  • Dokumente einsenden.

Die Begründungen und Vorwände sind vielfältig. Dass keines der genannten Begehren Sie auf dem elektronischen Postwege erreichen würde, sofern dies wirklich bestünde, ist inzwischen relativ offenkundig. Charakteristisch für die beschriebene Mail ist das Vorhandensein eines Links, mit dessen Hilfe Sie auf eine täuschend echt aussehende Seite geleitet werden. Wenn Sie dort Ihre Daten eingeben, sind diese dann in den Händen der Betrüger. Ebenfalls ein beliebtes Einfallstor: Online-Banking mit dem Smartphone, wobei nicht nur eine Banking-App genutzt, sondern das Smartphone gleichzeitig auch für den Empfang der TAN gebraucht wird. Sie sollten hier immer mindestens zwei Geräte verwenden, damit Ihre Sicherheit nicht gefährdet ist.

Computer-Viren richten im Verborgenen erheblichen Schaden an

Anders in der Funktion, aber nicht minder gefährlich sind Computer-Viren wie zum Beispiel Trojaner. Diese Art von Schadsoftware kann auf alle möglichen Arten auf Ihren Computer gelangen. Sei es ein

  • falsch angeklickter E-Mail-Anhang,
  • eine infizierte Seite, die automatisch einen Virus auf Ihrem Rechner einschleust,
  • ein aus dem Internet heruntergeladenes „Programm“, das in Wahrheit nur ein Virus ist,
  • oder eine heruntergeladene Datei.

Die Art, wie man sich infiziert, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle, wenn dies einmal geschehen ist. Natürlich hat die Existenz eines Antiviren-Programms auf Ihrem Rechner oberste Priorität, zumindest, wenn Sie das Betriebssystem Windows nutzen. Mac-Nutzer müssen nicht zwingendermaßen ein solches Programm installiert haben, da für dieses Betriebssystem aufgrund seiner weitaus geringeren Verbreitung auch weitaus weniger Viren existieren. Zudem laufen etliche Mac-Systeme als Sandbox und sind somit relativ effizient gegen derartige Angriffe geschützt. Was ein vorhandener Computer-Virus schließlich auf Ihrem Rechner anrichten kann, richtet sich ganz nach der Art der Schadsoftware. Angefangen vom Ausspähen von Daten, permanenten Umleitungen auf gefälschte Seiten bis hin zur direkten Erpressung von Geld ist alles dabei. Ein bekanntes Beispiel, über das wir schon hier berichtet haben, ist etwa der BKA-Trojaner.

Betrug im Internet ist nun einfacher als noch vor ein paar Jahren

Doch auch wenn Sie keine Schadsoftware auf Ihrem Rechner haben und stets Ihr Antiviren-Programm auf dem neuesten Stand halten, kann Ihnen ein finanzieller Schaden durch betrügerische Machenschaften entstehen. Besonders beliebt sind natürlich Auktionsplattformen wie eBay oder diverse Kleinanzeigenmärkte. Letztere erfordern in den meisten Fällen von einem neuen User nicht einmal eine Identifikation gleich welcher Art, sodass auch eine komplett anonyme Anmeldung respektive eine solche mit falschen Daten ohne weiteres möglich ist. Da über die Google Bildersuche auch zu nahezu jedem Produkt zahlreiche Bilder vorhanden sind, ist es für Betrüger ein leichtes, sich dieser Bilder zu bedienen und somit vorzugeben, selbst Verkäufer dieses Artikels zu sein. Hellhörig sollten Sie werden, wenn

  1. eine Überweisung ins Ausland oder
  2. auf ein Konto verlangt wird, das nicht in der Nähe des Wohnortes des Verkäufers ist.

Überprüfen Sie weiterhin den schriftlichen Teil von Anzeigen auf Plagiate, indem Sie ihn komplett oder in Auszügen bei Google hineinkopieren. Findet die Google-Suche nichts, handelt es sich zumindest um einen selbst geschriebenen Text. Telefonieren Sie mit dem Verkäufer, lassen Sie sich eine Kopie des Personalausweises schicken oder überprüfen Sie die Kundenmeinungen und das Impressum, sofern Sie etwas bei einem unbekannten oder neuen Online-Shop erwerben möchten.

Kostenpflichtige Abos sind besonders heimtückisch und langwierig

Eine weitere „Kostenfalle“ im Internet sind auch kostenpflichtige Abos. Jeder hat diesen Begriff wahrscheinlich schon einmal gehört. Gemeint sind damit Abonnements, die sich in den meisten Fällen erst im Anschluss an einen bereits erfolgten Vertragsschluss als kostenpflichtig herausstellen. Hierbei gehen Webseiten-Betreiber derart geschickt vor, dass selbst für geübte und auf Sicherheit bedachte Internetnutzer nicht ohne weiteres die Entstehung von Kosten erkennbar ist. Das Tückische: Die Beendigung des Abos ist in vielen Fällen ebenfalls nicht so einfach möglich. Beliebte Bereiche, in denen derartige unseriöse Geschäftspraktiken auftreten, sind:

  • Probe-Abos
  • Gewinnspiele
  • Internetspiele
  • „Gratis-SMS“

Im Zusammenhang mit dem ersten Begriff sind beispielsweise Drückerkolonnen immer wieder in aller Munde. Eine gute Vorgehensweise, um diversen Abofallen zu entgehen, ist es, immer dann, wenn Sie aufgefordert werden, Ihre persönlichen Daten wie Name und Adresse einzugeben, genauestens zu überprüfen, ob das Angebot seriös ist und die Mitteilung der Informationen überhaupt notwendig ist und Sinn ergibt. Wie wir bereits hier erwähnt haben, gibt es aber auch Listen mit Abofallen, mit deren Hilfe Sie diese dann umgehen können.

Bei Datenmissbrauch ist umgehender Handlungsbedarf angezeigt

Wenn Sie nicht selbst etwas scheinbar Kostenloses bestellen oder irgendwo Ihre Daten eingeben, kann dies im Falle von Datenmissbrauch auch jemand anderes tun. Einteilen muss man diese Kategorie von Kriminalität korrekterweise in

  1. Datendiebstahl und
  2. Datenmissbrauch

Häufig gehen aber auch beide Praktiken Hand in Hand. Wenn die Daten einmal entwendet und gestohlen wurden, werden diese für kriminelle Praktiken genutzt. Beliebt bei Straftätern ist es, unter Ihrem Namen Verträge mit Dritten abzuschließen oder auch in Ihrem Namen Geld abzuheben. In beiden Fällen kann sich eine Aufklärung als schwierig herausstellen, zumal die wahren Daten des Betrügers oft im Dunkeln bleiben. Sie können sich allerdings recht effizient gegen beide genannten Formen schützen, indem Sie willkürlich generierte Passwörter nutzen, diese in regelmäßigen Abständen ändern und bei Webseiten, wo Sie Ihre persönlichen Daten eingeben wollen, zumindest auf eine hinreichende Verschlüsselung achten.

Internetimmanente Gefahren realisieren sich zumeist erst später

 

Im Internet können ebenso die Dinge gefährlich werden, die Sie selbst von sich preisgeben. Hinter der grundsätzlichen Aussage, dass das Internet nicht vergisst, steckt jede Menge Wahres. Insbesondere Google sammelt jede Menge Daten und auch Facebook reiht sich problemlos in die Gruppe derjenigen Unternehmen ein, deren Kapital mehr oder weniger die Daten der Nutzer sind. Natürlich mag jetzt der eine oder andere einwenden, dass die Dienste dafür ja auch kostenlos sind. Dies ist zutreffend, jedoch tun Sie sich selbst einen Gefallen, wenn Sie sich noch vor der Preisgabe von Informationen kritisch hinterfragen, ob Sie möchten, dass diese schlimmstenfalls auch noch in mehreren Jahren verfügbar sind. Videos oder Bilder, die einmal in das Internet oder die sozialen Netzwerke gelangt sind, sind auch deshalb mit besonderer Vorsicht zu genießen, weil sich die Kontrolle über die Inhalte in relativ kurzer Zeit dem Nutzer völlig entziehen kann. Gemeint sind damit

  • vielfach geteilte Bilder und
  • Re-Uploads, die theoretisch von jedermann ausgeübt werden können.

Das, was bereits über Bilder und Videos gesagt wurde, gilt natürlich auch für sonstige Äußerungen, die Sie in sozialen Netzwerken tätigen. Viele Nutzer wägen sich gerade dann in Sicherheit, wenn sie keine Klarnamen verwenden und deshalb denken, Sie wären komplett anonym. Dies ist mitnichten der Fall, denn auch das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

Fazit

Betrachtet man alle genannten Aspekte, so lässt sich sagen, dass das Internet Fluch und Segen zugleich ist. Es bietet unbestreitbare Vorteile wie leicht zu beschaffende Informationen, Abwechslung und Unterhaltung. Für viele Menschen ist es inzwischen entscheidender Bestandteil Ihrer beruflichen und freizeitlichen Gestaltung. Gerade hier schaden also entsprechende Kenntnisse über Betrugsmaschen, Computer-Viren und beispielsweise Abo-Fallen ganz und gar nicht. Die persönlichen Daten sind ein kostbares Gut, das man, so gut es geht, im Rahmen von bestmöglichem Datenschutz vor unbefugtem Zugang bewahren sollte. Weit kommt man letztlich auch mit der Prämisse, dass etwas nicht wahr ist, wenn es eigentlich zu schön wäre, um wahr zu sein.

Abbildung 1: Bildquelle: password © frank peters / Fotolia.com

Abbildung 2: Bildquelle: selfie © lulu / Fotolia.com

Abbildung 3: Bildquelle: Businesswoman Hands Using Credit Card And Laptop © Andrey Popov / Fotolia.com

Abbildung 4: Bildquelle: Stethoskop auf Tastatur © psdesign1 / Fotolia.com

Abbildung 5: Bildquelle: Achtung Betrug © VRD / Fotolia.com

Abbildung 6: Bildquelle: Achtung Kostenfalle © bluedesign / Fotolia.com

Abbildung 7: Bildquelle: Datenschutz © SBH / Fotolia.com

Abbildung 8: Bildquelle: Social media © boygostockphoto / Fotolia.com

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